Copyright: E.ON

Copyright: E.ON

Der Energiekonzern E.ON musste zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Quartalsverlust verbuchen. Grund dafür sei die Entscheidung der Bundesregierung, aus der Atomkraft auszusteigen. Durch die Stilllegung von Atomkraftwerken und die Brennelementesteuer ergaben sich große Verluste, so teilte der Konzernchef Johannes Teyssen gestern (10.08.) mit.

Teyssen verkündete außerdem, dass infolgedessen Arbeitsplätze jetzt drastisch gekürzt werden sollen: 11.000 von 79.000. Durch diese Sparmaßnahme wolle er das Ziel erreichen, bis spätestens 2015 die Kosten um 1,5 Mrd. Euro zu senken. Vor allem Arbeitsplätze in der Verwaltung seien von der Maßnahme betroffen.

Die Hoffnung Teyssens sind nun die Märkte außerhalb Europas: So sprach er von einer Expansion nach Brasilien, Indien und in die Türkei. Eine solide Basis stellen die bereits realisierten Geschäfte mit Russland und den USA dar, in denen der Konzern hauptsächlich in Windkraft investiert. (ds)