Der brasilianische Magnat Eike Batista (rechts) gibt 50 Prozent der Aktien seines Energieunternehmens MPX an den E.ON-Konzern ab. / Coypright: WikiCommons: Omar Freire
Der brasilianische Magnat Eike Batista (rechts) gibt 50 Prozent der Aktien seines Energieunternehmens MPX an den E.ON-Konzern ab. / Coypright: WikiCommons: Omar Freire

Der brasilianische Magnat Eike Batista (rechts) gibt 50 Prozent der Aktien seines Energieunternehmens MPX an den E.ON-Konzern ab. / Copyright: WikiCommons: Omar Freire

Der deutsche Konzern E.ON investiert massiv in den brasilianischen Energiesektor. Wie vergangenen Freitag (15.03.) bekannt gegeben wurde, übernimmt E.ON für 1,8 Milliarden Reais (rund 694 Millionen Euro) 27 Prozent der brasilianischen Firma MPX. Diese ist Teil des Konsortiums, der Holding EBX Group, des brasilianischen Großunternehmers Eike Batista. Seit vergangenem Jahr hatten die fünf Teilunternehmen der EBX Group starke Verluste hinnehmen müssen. Insgesamt verlor die Batista-Holding 54 Milliarden Reais (rund 20,8 Milliarden Euro) an Aktienwerten. In der Folge öffnete Batista seine Holding für neue Allianzen und Anteilseigner. Mit den Deal vom letzten Freitag gibt der Unternehmensgründer die Hälfte seiner MPX-Aktien an E.ON ab.

Zu Monatsbeginn erst hatte Batista ein Abkommen mit der Bank BTG Pactual des Unternehmers André Esteves geschlossen. Die BTG Pactual sollte Batistas Unternehmen mit neuem Kapital versorgen, vor allem aber mit Dienstleistungen auf den Finanzmärkten unterstützen, was die Börse São Paulo äußerst positiv bewertete. Die BTG Pactual drang dann auf weitere Partnerschaften und förderte den Deal mit E.ON. Durch eine Kapitalaufstockung der MBX durch Batista umgeht der deutsche Energiekonzern eine Beteiligung an den Schulden des brasilianischen Unternehmens.

Das E.ON-Vorstandsmitglied Marcus Schenk war zuvor nach Rio de Janeiro gereist. Im Rahmen der Verhandlungen bekräftigte er das Interesse des Energiekonzerns trotz der Befürchtungen der Anleger, die Präsenz in Brasilien auszubauen. Mit den neuen Partnerschaften in den Entwicklungsländern sollten die schwachen Gewinne in Europa ausgeglichen werden, so Schenk weiter. Bereits im Jahr 2012 soll E.ON für 456 Millionen US-Dollar (circa 349 Millionen Euro) zehn Prozent der MPX erworben haben, was von Seiten der MPX aber niemand kommentieren wollte. (ms)