Abgeordnete und Senatoren für die Einberufung der CPI / Copyright: Agência Brasil

Abgeordnete und Senatoren für die Einberufung der CPI / Copyright: Agência Brasil

Oppositionsparteien Brasiliens gründeten gestern (17.08.) eine Bewegung zur Einberufung einer Parlamentarischen Kommission für Ermittlungen bei Korruptionsfällen in der brasilianischen Regierung (Comissão Parlamentar Mista de Inquérito, kurz: CPMI, auch: CPI).

Der Abgeordnete Chico Alencar der Partei für Sozialismus und Freiheit (Partido Socialismo e Liberdade, kurz: PSOL) von Rio de Janeiro bekundete, dass die CPI die Möglichkeit habe, alle Anzeigen hinsichtlich Korruption detailliert zu untersuchen. Die Initiatoren rechnen auch mit Unterschriften weiterer Parteien, unter anderem der PCdoB, PMDB, PV, PP und PSC.

Diese Unterschriften seien allerdings noch nicht ausreichend, um die Kommission ins Leben zu rufen: Laut Abgeordnetenkammer brauche es 171 Stimmen von Abgeordneten und 27 Stimmen von Senatoren. Bisher seien nur 92 Unterschriften von Abgeordneten und 19 von Senatoren vorhanden.

Aus diesem Grund können nun die brasilianischen Bürger auf der Internetseite http://www.cpidacorrupcao.blogspot.com/ die bereits abgegebenen Unterschriften einsehen und selbst ihre Stimme für die Einberufung der Kommission CPI abgeben. 800 Personen haben der Maßnahme bereits im Internet zugestimmt. (ds)