Der Präsident der SEBRAE, Luiz Barreto, spricht auf der Tagung für Unternehmensbildung vor / Copyright: Agência Brasil
Der Präsident der SEBRAE, Luiz Barreto, spricht auf der Tagung für Unternehmensbildung vor / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der SEBRAE, Luiz Barreto, spricht auf der Tagung für Unternehmensbildung vor / Copyright: Agência Brasil

Gestern fand die Nationale Tagung für Unternehmensbildung in der brasilianischen Hauptstadt Brasília statt, die durch die Agentur zur Unterstützung von Mikro- und Kleinunternehmen SEBRAE (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas) gefördert wurde.

Innerhalb von zwei Wochen werde in São Paulo ein Prozess stattfinden, der die Gründung und Schließung von Unternehmen vereinfachen soll. Eine der Absichten sei es, Zulassungen für Unternehmen zu ermöglichen, die noch keine Genehmigung haben. Laut des Ministers Guilherme Afif Domingos des Sekretariats für Mikro- und Kleinunternehmen sollen 80 Prozent der Unternehmen in São Paulo registriert werden. „In São Paulo besteht das Problem der Zoneneinteilung, was den Unternehmen erschwert, eine Zulassung zu erhalten“, so Domingos.

Auf nationaler Ebene wolle die Regierung an den Handelsverbänden arbeiten, die für die Registrierung der Unternehmeraktivitäten verantwortlich sind. Die Bürokratie solle verringert werden und eine Digitalisierung sei angestrebt. Ziel sei es, innerhalb von zwei Jahren mindestens 50 Prozent der Handelsverbände zu modernisieren.

Ein weiterer Punkt wäre die Erweiterung des vereinfachten Steuersystems Simples Nacional, mit dem Steuern von Mikro- und Kleinunternehmen des Landes, der Bundesstaaten und der Gemeinden eingetrieben werden. Einige Unternehmen würden ein Wachstum zurückhalten, damit für sie weiterhin die Regelungen des Simples Nacional gelten. „Wir werden die Richtlinien des Simples Nacional erweitern, damit einem Wachstum der Unternehmen nichts entgegensteht“, kommentiert Domingos. (ds)