Die Einschreibungen in das Progamm Mais Médicos endete um Mitternacht / Copyright: Agência Brasil
Die Einschreibungen in das Progamm Mais Médicos endete um Mitternacht / Copyright: Agência Brasil

Die Einschreibungen in das Progamm Mais Médicos endete um Mitternacht / Copyright: Agência Brasil

Um Mitternacht endeten in Brasilien die Einschreibungen für das umstrittene Regierungsprogramm Mais Médicos („Mehr Ärzte“). Das als provisorische Maßnahme herausgegebene Programm hat zum Ziel, während drei Jahren mehr Ärzte in die armen Regionen Brasiliens zu schicken, die bisher keine oder nur schlechte medizinische Versorgung aufweisen. Umstritten ist das Programm daher, da die Regierung die Möglichkeit offenlässt, sollten nicht alle Stellen von Brasilianern besetzt werden, schließlich ausländische Fachkräfte einzustellen. Ein weiterer Programmpunkt sei die Erhöhung der Studienplätze des Studienganges Medizin sowie der Plätze für die Facharztausbildung.

Die letzten offiziellen Zahlen zur Einschreibung wurden gestern Mittag (25.07.) veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits 2.552 Gemeinden in das Programm eingeschrieben. Die Zahl repräsentiert 46 Prozent der brasilianischen Städte, vor allem im Nordosten des Landes. Von der Gesamtzahl der Gemeinden, die sich daran beteiligen, befinden sich 867 Gemeinden im Nordosten, 652 im Südosten, 620 im Süden, 207 im Norden und 206 im zentralen Westen, so hatte das brasilianischen Gesundheitsministeriums bekanntgegeben. Alle Gemeinden im Land können am Programm teilnehmen und auf die bedürftigen Gebiete, die medizinische Unterstützung brauchen, aufmerksam machen.

Das Planungsministerium veröffentlichte gestern im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União die Richtlinien für die Versetzung der am Programm teilnehmenden Ärzte. Die Regierung wird dabei die Umzugskosten der entsprechenden Ärzte und deren Familien übernehmen. (ds)