Logo des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung Brasiliens / Copyright: IPEA

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Die starke Beteiligung der Sektoren, die im Bereich natürlicher Ressourcen arbeiten, vor allem die Bergbauindustrie, die Finanzdienstleister und die Land- und Viehwirtschaft, würden für das nachhaltige Wirtschaftswachstum Brasiliens ein Risiko darstellen.  Zu diesem Ergebnis kam eine Studie zur Produktivität Brasiliens in den Jahren 2000-2009, die am Freitag (03.02.) vom Institut für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica e Aplicada) veröffentlicht wurde.

Laut der Studie würden natürliche Ressourcen einen geringeren Effekt auf die übrige Wirtschaft haben. Mit den niedrigeren Werten entstünden somit Hindernisse für Strategien zum nachhaltigen Wachstum über längere Zeit in Brasilien.

Die größere internationale Instabilität, die die Finanzkrise verursacht hat, brachte außerdem verstärkt Rückschritte des internationalen Handels mit sich. Um sich auf dem internationalen Markt besser behaupten zu können, würde daher eine größere Vielfalt von Produkten von Nöten sein. Das war von 2000 bis 2009 nicht der Fall und es gäbe Anzeichen dafür, dass sich diese Situation in den nächsten Jahren auch nicht ändern werde.

Für ein Land, was seine Strategien zur externen Wettbewerbsfähigkeit erweitern muss, seien diese Ergebnisse zumindest als besorgniserregend für das industrielle und wirtschaftliche Wachstum anzusehen.

Laut der Studie war die Industrie mit natürlichen Ressourcen eine derjenigen, die ihre Produktivität in den letzten zehn Jahren am stärksten gesteigert hat, vor allem der Bergbau, die Land- und Viehwirtschaft sowie die Finanzdienstleiter.

Außer im Jahr 2009, in dem Brasilien vor allem die Auswirkungen der internationalen Krise zu spüren bekam, erhöhte der Bergbau im untersuchten Zeitraum seine Beteiligung an der Industrie um 5,9 Prozent. Hingegen wurde ein Rückgang der Beteiligung der verarbeitende Industrie von 2,5 Prozent festgestellt, Sektoren wie die Erdgasindustrie und das Bauwesen waren mit noch größeren Einschränkungen vertreten (-3,4 Prozent). (ds)