Die Nachfrage nach dem Kompaktmodell HB20 in Brasilien hat Hyundai überrascht. / Copyright: WikiCommons: Mario Roberto Durán Ortiz
Die Nachfrage nach dem Kompaktmodell HB20 in Brasilien hat Hyundai überrascht. / Copyright: WikiCommons: Mario Roberto Durán Ortiz

Die Nachfrage nach dem Kompaktmodell HB20 in Brasilien hat Hyundai überrascht. / Copyright: WikiCommons: Mario Roberto Durán Ortiz

Die weltweite Entwicklung der Autohersteller spiegelt sich im Kleinen im Bundesstaat São Paulo wider. Während der US-amerikanische Autobauer General Motors (GM) am gestrigen Dienstag (27.03.) bekannt gab, den Vertrag mit 598 Arbeitern seines Werkes in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo nicht zu verlängern, kündigte der südkoreanische Produzent Hyundai hingegen an, 700 weitere Arbeiter einstellen zu wollen.

Um der hohen Nachfrage nach seinem Kompakt-Modell HB20 nachzukommen, will Hyundai in seinem Werk in Piracicaba in der Nähe von São Paulo ein dritte Schicht einführen. Die Produktion des Wagens hatte im September 2012 begonnen und ist bereits jetzt an seine Grenzen gestoßen. Derzeit arbeiten 1.900 Angestellte in zwei Schichten mit dem Ziel, 150.000 Autos jährlich zu produzieren. Doch wurden die Verkaufserwartungen weit übertroffen. Laut des brasilianischen Verbandes der Autodistribuitoren, Fenabrave, wurden allein in den ersten beiden Monaten 19.208 Wagen des HB20 verkauft, weshalb sich Hyundai für die Ausweitung der Produktion entschied.

Anders verhält es sich dagegen bei der Marke Chevrolet. Die zum Konzern General Motors gehörende Marke befindet sich nach eigenen Angaben seit einem Jahr in einer Überproduktion. Vergangenes Jahr beendete der Konzern die Produktion von drei Modellen in seinem Werk in São José dos Campos östlich der Stadt São Paulo, wodurch 1.800 Arbeiter ohne Beschäftigung bleiben sollten. Eine Vereinbarung zwischen dem Autohersteller und der Metallarbeitergewerkschaft CUT vom Januar 2013 sah vor, dass bis Dezember dieses Jahres übergangsweise das Modell Classic produziert werden sollte, was vorerst 850 Stellen rettete. Gleichzeitig wurden viele Arbeiter in den Zwangsurlaub versetzt, bis eine Alternative gefunden sein würde (BrasilNews berichtete, 28.01.2013). Für 598 von ihnen soll nun jedoch Schluss sein, wie GM gestern (27.03.) bekannt gab. Die CUT kritisiert, dass viele Autos des Konzerns aus Südkorea oder Argentinien importiert würden, die Nachfrage somit also bestehe. (ms)