Bücher, Zeitschriften und Magazine mussten um ersten Halbjahr 2014 einen Rückgang hinnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons
Bücher, Zeitschriften und Magazine mussten um ersten Halbjahr 2014 einen Rückgang hinnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons

Bücher, Zeitschriften und Magazine mussten um ersten Halbjahr 2014 einen Rückgang hinnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons

Obwohl die Gesamtwirtschaftsleistung Brasiliens sinkt – im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 und 0,6 Prozent gesunken – können sich einige einzelne Branchen gegen den Trend behaupten. Ergebnisse dazu liefert eine Marktstudie des brasilianischen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens GS&MD – Gouvêa de Souza.

Der sogenannte eingeschränkte Einzelhandel (Kraft- und Schmierstoffe; Supermärkte und Hypermärkte; Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren; Textilien, Kleidung und Schuhe; Apotheker, Ärzte, orthopädische Artikel, Parfümerie und Kosmetik; Möbel und Geräte; Ausrüstung und Schreibwaren, Computer und Kommunikation; Bücher, kulturelle Artikel; andere Handelsware) verzeichnete ein Wachstum von 4,6 und 4,0 Prozent.

Die Sektoren die dabei ein stärkeres reales Wachstum zeigten, das heißt inflationsbereinigt sind, waren im ersten Quartal Pharmazeutika und Kosmetik (10,1 Prozent), Artikel für den Privatgebrauch und den Haushalt (9,6 Prozent), Möbel und Elektrohausgeräte (5,1 Prozent) und Lebensmittel (3,5 Prozent). Auf der anderen Seite mussten die Sektoren Bücher, Zeitschriften und Magazine (-5,6 Prozent), Büromaterial (-2,9 Prozent) und Bekleidung und Schuhe (-0,8 Prozent) einen Rückgang verkraften.

Auch der erweiterte Einzelhandel (hier sind auch Fahrzeuge, Motorräder, Ersatzteile und Baumaterialien eingeschlossen) musste Einbußen hinnehmen, während es bei Baumaterialien ein Wachstum vom zwei Prozent gab, erlitt der Fahrzeug-Sektor einen Verlust von 7,9 Prozent im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Rezension?
Der Rückgang des BIP ist vor allem auf weniger Investitionen (-5,3 Prozent) und eine Verlangsamung bei der Industrieproduktion (-1,5 Prozent) zurückzuführen – beide Sektoren hatten bereits in vorherigen Monaten eine Schwäche gezeigt. Besonders im zweiten Quartal war es zu starken Verlusten gekommen, die auch auf die Vielzahl an Feiertagen und die Fußball-WM zurückzuführen sind.

Demnach befindet sich die brasilianische Wirtschaft derzeit in einer technischen Rezension. Das letzte Mal befand sich das Land 2009 während der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in einer solchen Situation. (ls)