Logo des brasilianischen Energieunternehmens Eletrobras / Copyright: Eletrobras

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Das brasilianische Energieunternehmen Eletrobras wird auch 2012 das Hauptaugenmerk auf eine stärkere Präsenz bei ausländischen Firmen setzen. Dieses Jahr hatte Eletrobras bereits begonnen, sich an der Versteigerung eines Teils der Aktivitäten des portugiesischen Energieunternehmen EDP (Energias de Portugal, kurz: EDP) zu beteiligen.

Laut des Präsidenten der Eletrobras, José da Costa, haben die Ersteigerungen größere Erfahrungen hinsichtlich der Einschätzung von Firmen und mehr Wissen über die regulatorischen Abläufe anderer Länder mit sich gebracht. Eletrobras befand sich unter den vier klassifizierten Unternehmen im Endversteigerungsprozess.

Costa äußerte sich weiterhin, dass das Ziel bis 2020 sei, mindestens zehn Prozent Beteiligung an ausländischen Firmen zu erreichen. Die Hauptinvestitionen im Internationalisierungsprozess sollen 2012 in den Bau des Wasserkraftwerks Tumarin in Nicaragua fließen, das 253 Megawatt (MW) Energie produzieren kann. Ein weiteres Projekt wird das Wasserkraftwerk Inambari in Peru sein.

Außerdem teilte Costa mit, dass 500 Kilovolt (kV) Übertragungsleitungen zwischen Uruguai und Brasilien gebaut werden sollen. Bis Ende 2012 sollen diese Leitungen einsatzbereit sein. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass das Unternehmen mit Argentinien im Bereich der Wasserkraft zusammenarbeite. Nun bereite sich die Firma auf Verhandlungen mit möglichen Partnern vor.

Schwierigkeiten sehe Costa darin, dass 2012 viele Verträge auslaufen und dass es ab 2015 noch keine konkreteren Pläne gibt. Aber auch diese Problematiken möchte Eletrobras in der nächsten Zeit angehen.

Die Bilanz für das Jahr 2011 sehe sehr gut aus. Das Unternehmen habe sein System durch verschiedene Aktionen der Energiegewinnung gestärkt, darunter die Installation von Wasser- und Windkraftwerken und die Investitionen in Übertragungs- und Verteilungssysteme. In die Verteilung investierte die Firma eine Milliarde Reais (ca. 0,4 Milliarden Euro), um die Zuverlässigkeit und Qualität der Systeme zu verbessern. (ds)