Bereits am 10.12. wurde das neue Kraftwerk Mauá in Paraná von Eletrosul eingeweiht / Copyright: Agência Brasil

Bereits am 10.12. wurde das neue Kraftwerk Mauá in Paraná von Eletrosul eingeweiht / Copyright: Agência Brasil

Die Energiewende Brasiliens scheint zu greifen. Jedenfalls häufen sich in den letzten Monaten die Schlagzeilen zu neuen Projekten erneuerbarer Energien deutlich. Die Einweihung eines neuen Kraftwerks heute (21.12.) durch Eletrosul, als erster Schritt für eine ganze Reihe von Investitionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als vier Milliarden Reais (ca. 1,45 Milliarden Euro), ist aber immer noch ein besonderer Moment. Das neue Wasserkraftwerk liegt im südlichsten Bundesstaat Brasiliens, Rio Grande do Sul, und hat allein ein Investitionsvolumen von 600 Millionen Reias (ca. 217 Millionen Euro). Eletrosul, der staatliche Energieversorger, will mit diesem Kraftwerk ab heute rund 580.000 Einwohner mit Strom versorgen. Das gesamte notwendige Kreditaufkommen für den Bau wurde aus Mitteln des staatlichen Programms für die Beschleunigung des Wachstums (Programa de Aceleração do Crescimento, kurz: PAC) zur Verfügung gestellt.

Die anderen geplanten Investitionen von Eletrosul betreffen neue Windparks ebenfalls in Rio Grande do Sul. Bereits im vorangegangenen Jahr konnte hier der erste Windpark, Cerro Chato, mit 90 Megawatt (MW) in Betrieb genommen werden. Diesem folgen nun insgesamt drei neue Windparks mit einer Gesamtleistung von 480 MW. Der kleinste Park mit 78 MW wird neben dem bereits bestehenden in Cerro Chato errichtet werden. Die beiden großen und leistungsstarken entstehen bei den Gemeinden Santa Vitoria do Palmar und Chuí an der direkten Grenze zu Uruguay. (mas)

Ausführlichere Marktinformationen bietet die Kurz-Studie “Windkraftmarkt Brasilien”, die Sie hier erwerben können.