Maniok mit einem erhöhten Betacarotin-Gehalt / Copyright: Wikipedia, GNU, N. Palmer
Maniok mit einem erhöhten Betacarotin-Gehalt / Copyright: Wikipedia, GNU, N. Palmer

Maniok mit einem erhöhten Betacarotin-Gehalt / Copyright: Wikipedia, GNU, N. Palmer

Das brasilianische Unternehmen für Forschung im Bereich Land- und Viehwirtschaft EMBRAPA (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária) hat verschiedene Lebensmittel entwickelt, die einen höheren Nährwert und mehr Vitamine enthalten. Diese sollen für den Kampf gegen die Unterernährung insbesondere der ärmsten Bevölkerung eingesetzt werden.

Die Technik, die das Unternehmen anwendet, nennt sich Biofortifikation, das heißt eine Anreicherung des Nährstoffgehalts durch Pflanzenzucht. Dabei wird auf Genmanipulation verzichtet. Stattdessen führt man eine spezielle Auswahl von Pflanzensamen durch.

Vor zehn Jahren begann die Studie unter der Leitung der Ernährungsberaterin der EMBRAPA, Marilia Nucci. „Wir entwickeln derzeit landwirtschaftliche Produkte mit einem höheren Eisen-, Zink- und Pro-Vitamin A-Gehalt. Zu Beginn haben wir mit Maniok, Bohnen und Mais gearbeitet. Danach wurden andere Lebensmittel hinzugefügt, wie zum Beispiel Augenbohnen, eine Sorte Bohnen, die gegen Trockenheit resistent ist, Süßkartoffeln, Weizen und Kürbis. Wir suchen nach Grundlebensmitteln, die von der ärmsten Bevölkerung konsumiert werden.“ Die Samen dieser Lebensmittel können durch Gemeinden und Schulen bei der EMBRAPA angefragt werden. Das Projekt konzentriert sich vor allem auf den Nordosten Brasiliens.

Die EMBRAPA ist Teil eines Zusammenschlusses internationaler Unternehmen, die sich auf Biofortifikation spezialisiert haben. Bereits 1.200 Familien bauen diese Art von Lebensmitteln in Brasilien an. In den nächsten drei Jahren rechne man mit einem Anstieg auf 15.000. (ds)