Flávio Dino, Präsident der EMBRATUR, über den Tourismus in Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Flávio Dino, Präsident der EMBRATUR, über den Tourismus in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Flávio Dino, Präsident der EMBRATUR, über den Tourismus in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Laut einer neuen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung FIPE (Fundação Instituto de Pesquisas Econômicas) hätten die derzeit im Land stattfindenden Demonstrationen keine Auswirkung auf den Tourismus während des Confed-Cups gehabt. Unter den befragten ausländischen Touristen bekundeten 90 Prozent, dass sie gern zur Fußball-WM 2014 nach Brasilien zurückkommen würden.

Für die Studie wurden 14.000 Menschen befragt. Darunter waren 10.000 brasilianische und ausländische Touristen in den Stadien, Hotels, öffentlichen Einrichtungen und Ticketstellen der sechs Gastgeberstädte. Die Umfrage wurde weiterhin bei 4.000 ausländischen Touristen an den Flughäfen von Belo Horizonte, Fortaleza, Brasília, Salvador, Rio de Janeiro, Recife und São Paulo durchgeführt.

Auch der Präsident des Brasilianischen Tourismusinstituts EMBRATUR (Instituto Brasileiro de Turismo), Flávio Dino, zeigte sich zuversichtlich. Es gäbe eine Tendenz zum Wachstum der Tourismusbranche und das solle auch weiter so anhalten. Die Demonstrationen sollten als eine Eigenheit eines demokratischen Landes gesehen werden. Aus diesem Grund müssten die aktuellen Ereignisse keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus haben, so Dino.

Während des Confed-Cups konnten durch ausländische Touristen 740 Millionen Reais (ca. 250 Millionen Euro) in Brasilien eingenommen werden. Für die Fußball-WM im kommenden Jahr sehe Dino außerdem gute Chancen: „Wir sind uns sicher, dass wir das Ziel an ausländischen Touristen in Brasilien zur WM im nächsten Jahr erreichen. Voraussichtlich werden 600.000 Ausländer ins Land kommen und drei Millionen Brasilianer werden am Ereignis teilnehmen.“

Zu den zukünftigen Projekten des EMBRATUR äußerte sich Dino, dass es nötig sei, stärker in die Wettbewerbsfähigkeit zu investieren, damit Brasilien mehr Touristen aus dem Ausland empfangen kann. Im vergangenen Jahr hätte es ein Defizit von 15 Milliarden US-Dollar gegeben, denn mehr Personen seien ins Ausland gereist als Touristen nach Brasilien gekommen wären. Um diese Balance zwischen Ein- und Ausreisen wiederherzustellen, wolle das Institut von der Fußball-WM profitieren und mit 18 Ländern wie zum Beispiel Russland und Kanada zusammenarbeiten, aus denen noch wenig Touristen nach Brasilien kommen. (ds)