Im Norden und Nordosten Brasiliens ist der Verbrauch allerdings leicht gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, Elmar Ersch

Der Energieverbrauch im nationalen Verbundsystem SIN hat im Juli einen Wert von 60.083 Megawatt (MW) erreicht, das entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Das berichtet der Betreiber des Stromnetzes (ONS) in Brasilien. Rechnet man Faktoren wie Temperaturunterschiede und Kalendereffekte heraus, ergibt sich ein etwas größeres Minus von 2,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat Juni ist der Energieverbrauch im Juli allerdings leicht um 0,4 Prozent angestiegen. Und in den zwölf zurückliegenden Monaten verbrauchten die Brasilianer 0,2 Prozent mehr Energie als im gleichen Zeitraum zuvor.

„Die Last im Verbundsystem zeigt insgesamt die schwache Leistung der Industrie, die Anpassungen bei der Produktion vorgenommen hat angesichts der steigenden Lagerbestände und der sinkenden Nachfrage auf dem Binnenmarkt, eine Folge der gestiegenen Zinsen, der Verschlechterung des Arbeitsmarktes und der hohen Inflation“, bewertet der Betreiber ONS.

Wie erwartet ist der Energieverbrauch am stärksten in den Systemen Südosten/ Zentral-West zurückgegangen verglichen zum Juli 2014. Die beiden Systeme sind die wichtigsten in Brasilien und zeigten ein Minus von vier Prozent.

Auch die Region Süd konnte den Energieverbrauch um 1,8 Prozent herunterfahren. Nur der Norden und Nordosten haben ihren Verbrauch gesteigert, und zwar um ein beziehungsweise 1,4 Prozent. (ls)

Quelle: Valor Econômico