Der britische Premierminister David Cameron bestätigte gestern im Nationalen Sicherheitsrat, dass es keine Visumspflicht für brasilianische Touristen auf der Insel geben wird. Hier: Cameron und Dilma Rousseff im September 2012. / Copyright: Agência Brasil
Der britische Premierminister David Cameron bestätigte gestern im Nationalen Sicherheitsrat, dass es keine Visumspflicht für brasilianische Touristen auf der Insel geben wird. Hier: Cameron und Dilma Rousseff im September 2012.

Der britische Premierminister David Cameron bestätigte gestern im Nationalen Sicherheitsrat, dass es keine Visumspflicht für brasilianische Touristen auf der Insel geben wird. Hier: Cameron und Dilma Rousseff im September 2012 bei einem Treffen. / Copyright: Agencia Brasil

Gestern gab der britische Premierminister, David Cameron, bekannt, dass es weiterhin keine Visumspflicht für brasilianische Touristen geben wird. Reisende aus Brasilien können sich nach wie vor für 180 Tage ohne Visum im Land aufhalten. Die Entscheidung dazu wurde im Nationalen Sicherheitsrat getroffen und widerruf das umstrittene Gesetzesvorhaben des Innenministeriums.

Anfang des Monats war durchgesickert, dass die für Migration zuständige Ministerin Theresa May eine Neuregelung der Visumspflicht für Brasilianer befürwortete. Im Antrag, den das Innenministerium vergangene Woche beim Nationalen Sicherheitsrat einreichte, hieß es, dass Brasilien unter den zehn Ländern mit den meisten Immigranten ohne legalen Aufenthaltsstatus das einzige Land sei, für das keine Visumspflicht gelte. Allein im Jahr 2011 waren über 2.000 Brasilianer aus Großbritannien abgeschoben worden. Dies stellt die fünftgrößte Anzahl von Abschiebungen auf der Insel dar.

Cameron verteidigte die Entscheidung damit, dass die britische Regierung daran arbeite, den Zustrom von Touristen aus den Entwicklungsländern zu erhöhen. „Wir wollen mit den Brasilianern zusammenarbeiten und gleichzeitig die Sicherheit unserer Grenzen verbessern“, versuchte der Premierminister beide Seiten zu beschwichtigen. Man untersuche sehr genau, mit welchen Maßnahmen man Touristen aus den Ländern mit den am schnellst wachsenden Märkten, wie China und Brasilien, gewinnen könne. Derzeit würden mehr Autos aus heimischen Marken in diesem Land [Brasilien] produziert, als jemals in der englischen Geschichte, hieß es weiterhin. Da sollen die Grenzen für die Touristen offen bleiben. (ms)