Senat stimmt Verfassungsänderung zur Entschädigung der sogenannten Gummi-Soldaten zu. / Copyright: Wikimedia Commons, PRA
Senat stimmt Verfassungsänderung zur Entschädigung der sogenannten Gummi-Soldaten zu. / Copyright: Wikimedia Commons, PRA

Senat stimmt Verfassungsänderung zur Entschädigung der sogenannten Gummi-Soldaten zu. / Copyright: Wikimedia Commons, PRA

Der Senat hat am vergangenen Mittwoch der Änderung der Verfassung zugestimmt, nach der es eine neue Entschädigung für die sogenannten Gummi-Soldaten geben soll. Während des Zweiten Weltkriegs waren die Männer von der Regierung ins Amazonas-Gebiet geschickt worden, um Kautschuk für die USA abzubauen. Nun wurde den noch lebenden Opfer oder ihren Familien das Recht auf 25.000 Reais vom Staat zugesprochen für ihren Dienst im Sinne des Landes.

Der für den Antrag verantwortliche Senator Aníbal Diniz erklärte, dass mit der Verfassungsänderung die grundsätzliche Entschädigung für die Gummi-Soldaten nicht aufgehoben werde, sondern sie lediglich den vorherigen Vorschlag ersetze, nach dem die Männer eine lebenslange Rente von 1500 Reais bekommen sollen. Momentan erhalten sie eine Rente, die zwei Mindestlöhnen entspricht – dieser Betrag würde allerdings ab dem kommenden Jahr über den Betrag steigen, wie er in der Verfassung festgehalten ist. So stimmte Diniz der Änderung zu, die den Artikel zu der lebenslangen Rente streicht und nur den Teil über die Höhe der Entschädigung beibehält, sodass die Verfassungserklärung bereits teilweise sofort in Kraft treten kann.

„Wie durch die Ausführung des Themas klar geworden ist, gibt es große Schwierigkeiten den Rentenbetrag zu erhöhen, der heute an die Gummi-Soldaten gezahlt wird, da es von Seiten der Staatskasse keine Möglichkeit gibt die Anpassung zu tragen. So würde jegliche Erhöhung nur kontraproduktiv wirken, zu Streit über die Sache führen und zu Verzögerung der Auszahlungen“, erklärte Diniz in einer Stellungnahme.

Die Entscheidung führte allerdings zu Protesten einiger anderer Senatoren aus dem Amazonas-Gebiet, die auf eine Erhöhung der Entschädigung gehofft hatten. (ls)