Mehr Kredite für Infrastruktur hat das CMN gestern freigegeben / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, A. Giesbrecht

Mehr Kredite für Infrastruktur hat das CMN gestern freigegeben / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, A. Giesbrecht

In seiner gestrigen Sitzung (22.11.) hat das geldpolitische Komitee Brasiliens (Conselho Monetário Nacional, kurz: CMN) einige weitreichende finanz- und geldpolitische Entscheidungen getroffen. Diese betreffen verschiedene Bereiche der Wirtschaft mit jeweils unterschiedlichen Auswirkungen.

Die Frist für die Beantragung eines speziellen Kredits für von Dürre betroffene Landwirte im Nordosten Brasiliens wurde vom 30. Dezember auf den 28. Februar verlängert. Damit reagiert das CMN auf die Notwendigkeit, die Fristen an die tatsächliche Lage vor Ort anzupassen. Landwirte können mit diesem Programm einen Kredit von bis zu 100.000 Reais (rund 37.000 Euro) beantragen und dieser wird mit 3,5 Prozent jährlich verzinst. Derzeit herrscht in Teilen des Nordosten noch immer Dürre und die Situation dort wird sich nur auf mittlere Sicht entspannen. Daher hat das CMN einer Fristverlängerung bis Ende Februar zugestimmt.

Eine weitere wichtige Entscheidung der gestrigen Sitzung war die Freigabe einer zusätzlichen Kreditlinie in Höhe von 3,8 Milliarden Reais (ca. 1,4 Milliarden Euro) mit der brasilianische Bundestaaten Investitionen in Infrastruktur finanzieren können. Bevorzugt werden bei dieser Kreditlinie die Bundesstaaten Tocantins und Amapá, denn diese beiden Staaten fallen nicht unter die Fiskalkontrolle, bei der die Ausgaben und Verschuldung vieler Bundesstaaten wieder ins Lot gebracht werden sollen.

Ausgeweitet von vier auf fünf Milliarden Reais (rund 1,48 auf 1,85 Milliarden Euro) wurde auch die Kreditlinie, die den Ausbau des öffentlichen Transports in Städten zur Fußballweltmeisterschaft in 2014 finanzieren soll. (mas)