Entwicklungsbank der BRICS-Staaten macht Fortschritte

17.08.2012 | Wirtschaft |

Dilma Rousseff bei dem letzten BRICS-Gipfel in Indien, Neu-Delhi, im März 2012 / Copyright: Agência Brasil

Auf dem letzten Gipfel der Regierungschefs der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Süd-Afrika) Ende März in Neu Delhi, Indien, wurde beschlossen, eine eigene Entwicklungsbank zu gründen, die die Staatengemeinschaft der so genannten Schellenländer unabhängiger von der Kreditvergabe der mächtigen Finanzinstitutionen Internationaler Währungsfond (IWF) und Weltbank machen sollte. Damit wollten die Regierungschef vor allem ein Zeichen setzen, dass sie mit der derzeitigen Vergabepolitik und den mit der Vergabe oft verknüpften Bedingungen von IWF und Weltbank nicht einverstanden sind. Auf dem aktuellen Treffen in Rio de Janeiro von Vertretern der BRICS-Staaten nimmt die Ausgestaltung der neuen Entwicklungsbank nun Formen an.

Der Fokus der Finanzierungsaktivität der neuen Bank soll auf der Förderung von Infrastruktur und nachhaltiger Entwicklung liegen. Dies beschlossen nun die Mitglieder der technischen Arbeitsgruppe, die sich gestern und vorgestern über Details beraten haben. Richtig offiziell werden soll die Einrichtung und die Ausgestaltung der Bank beim nächsten Gipfeltreffen in 2013 in Süd-Afrika.

Mit dieser neuen Entwicklungsbank ist es für Brasilien die dritte große multilaterale Finanzinstitution, der es angehört. Neben dem IWF ist Brasilien Mitglied bei der interamerikanischen Entwicklungsbank (Banco Interamericano de Desenvolvimento, kurz: BID/IDB). Daneben verfügt Brasilien noch über eine landeseigene Entwicklungsbank, die Nationalbank für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES), die derzeit ebenfalls im Bereich der Infrastrukturfinanzierung stark aktiv ist. (mas)


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