Der Präsident der Entwickungsbank Lateinamerikas, Enrique Garcia / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Entwickungsbank Lateinamerikas, Enrique Garcia / Copyright: Agência Brasil

Die Entwicklungsbank Lateinamerikas erwartet von Brasilien eine größere Unterstützung mit Ressourcen für Investitionen in die Infrastruktur. Der Präsident der Bank, Enrique Garcia, teilte gestern (10.11.) dem Präsidenten des Senats, José Sarney (der Partei PMDB) mit, dass er diese Anfrage an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff weiterleiten werde. Im Moment läge der Wert der Bank für Darlehen für Investitionen in Programme der Infrastruktur bei elf Milliarden US-Dollar.

Er erkannte an, dass die aktuelle Wirtschaftskrise verursache, dass lateinamerikanische Länder vorsichtig bei der Einschätzung von Wachstumsprognosen für die nächsten Jahre wären. Laut Analysen der Bank werde Lateinamerika 2011 zwischen 4 und 4,5 Prozent wachsen, ein Wert der auch 2012 gehalten werden könne.

Garcia brachte diese Schätzungen mit dem Erfolg der in Europa verwirklichten wirtschaftlichen Maßnahmen, um die globale Situation zu verbessern, in Zusammenhang. Aber er verlange von den Europäern noch mehr Geschicklichkeit bei den Entscheidungen zum Entgegnen der Krise.

Garcia stellte fest, dass im aktuellen Szenarium die Länder Lateinamerikas einen Vorteil haben, da sie Maßnahmen in der Makroökonomie angewandt haben, die steuerliche und monetäre Kontrolle mit sich bringen. Des Weiteren erinnerte er daran, dass die Reserven Lateinamerikas sich auf mehr als 500 Milliarden US-Dollar belaufen und dass die Länder keine Probleme mit Schulden hätten. Dieser Fakt verstärkt Erwartungen für eine größere Resistenz der lateinamerikanischen Länder gegen die Auswirkungen der Krise.

Die beste Form, um solche Auswirkungen zu vermeiden, sei es, Investitionen in Integrationsprozesse zu stärken, vor allem in Südamerika. Außerdem lobte Garcia die Maßnahmen, die die brasilianische Regierung zugunsten von Programmen für die Infrastruktur und die Integration vorgenommen habe.

Die Repräsentantin der Entwicklungsbank Lateinamerikas in Brasilien, Moira Paz-Estenssoro, sagte, dass die Einrichtung mit Investitionen in den öffentlichen und privaten Sektor arbeiten würde. Man richte nun auch besondere Aufmerksamkeit auf Partnerschaften der Gastgeberstädte der Fußball-WM 2014. (ds)