Sitz der Novartis Austria GmbH in Wien / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, P. Hejduk
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Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social) genehmigte gestern (03.12.) finanzielle Mittel in Höhe von 804 Millionen Reais für den Bau einer Biotechnologiefabrik in Jaboatão dos Guararapes (Bundesstaat Pernambuco). Die Fabrik wird drei Arten von Proteinen produzieren, die für die Herstellung eines Impfstoffs gegen Meningitis B (Bexsero) verwendet werden.

Die Fabrik gehört zum brasilianischen Pharmaunternehmen Novartis Biociências und wird eine neue Technologie zur Herstellung dieses Impfstoffes einsetzen, die genetisches Material als Grundlage verwendet. Planmäßig soll die Fabrik 2018 in Betrieb gehen. Außer der drei Proteine, die dort hergestellt werden, setzt sich der Impfstoff aus einem vierten zusammen, alle Proteine werden nach Italien exportiert, wo sie dem Impfstoff beigefügt werden.

Laut Angaben der BNDES würde dieses Projekt dazu beitragen, dass Brasilien im Bereich Biotechnologie eine bedeutende Tätigkeit ausführe. Die Fabrikate werden schließlich auch in eine Zweigstelle der Novartis Biociências nach Österreich übertragen.

Vom Gesamtwert der Finanzierung stammen 800 Millionen Reais vom Programm BNDES PSI, das Projekte im Bereich Technologie und Produktion unterstützt, die man nicht im Land produziert. Die weiteren 4 Millionen Reais stammen von dem Bereich Sozialinvestitionen für Unternehmen, die für Projekte der Region angewandt werden. (ds)