Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Vertragsunterzeichnung des neuen Erdölgeschäftes / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Vertragsunterzeichnung des neuen Erdölgeschäftes / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Vertragsunterzeichnung des neuen Erdölgeschäftes / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin nahm gestern (02.12.) an der ersten Vertragsunterzeichnung für die Nutzung und Ausbeutung der sogenannten Pré-Sal-Schicht  im Block Libra teil. Dabei kommentierte sie, dass der Geschäftsabschluss Beweis dafür sei, dass private Investoren immer größeres Interesse am Erdöl- und Erdgasgeschäft hätten. Bei der Veranstaltung im Palast der Hochebene waren verschiedene Minister und die Leiter der teilnehmenden Unternehmen des Siegerkonsortiums der Versteigerung anwesend.

Das Konsortium besteht aus dem brasilianischen Erdölunternehmen Petrobras (40 Prozent Anteil), Shell (20 Prozent), Total (20 Prozent), CNPC (10 Prozent) und Cnooc (10 Prozent). Es ist das erste Mal, dass Brasilien diese Art von Partnerschaft im Erdölsektor eingeht. Laut Angaben der Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (Agência Nacional de Petróleo, Gás Nacional e Biocombustíveis) könne der Block Libra 300 Milliarden Reais an Einnahmen innerhalb von 30 Jahren einbringen. Von dieser Gesamtzahl werden 75 Prozent in die Bildung und 25 Prozent in das Gesundheitswesen fließen.

Rousseff zeigte sich zuversichtlich und betonte noch einmal, wie wichtig die Weiterentwicklung der nationalen Industrie durch den Erdölabbau in diesem Feld sei. „Ich bin davon begeistert, wie wir die Ressourcen aus der Pré-Sal-Schicht, aber auch aus der Pós-Sal-Schicht in eine außerordentliche Bereicherung Brasiliens umwandeln können: in eine qualitativ hochwertige Bildung.“ Die Ressourcen sollen in verschiedenen Bereichen der Bildung eingesetzt werden: für die Erhöhung der Gehälter der Lehrer und deren Kapazitäten und für einen besseren Zugang zu Kindergärten und Vorschulen, um damit Bildung im frühen Alter garantieren zu können. Außerdem müsse der Zugang zur Universität erweitert sowie die Studien von Brasilianern im Ausland finanziert werden. (ds)