Bohrinsel von Petrobras / Copyright: Petrobras

Bohrinsel P-56 von Petrobras mit dem größten Förderanstieg / Copyright: Petrobras

Mit 2.231 Millionen Barrel Öl pro Tag hat die brasilianische Erdölproduktion im Januar 2012 einen neuen Rekord gebrochen. Grund für diesen neuen Produktionsstand ist vor allem eine höhere Förderleistung an den bereits bestehenden Anlagen. Im Vergleich zum Januar 2011 entspricht die Steigerung der produzierten Menge rund 5,1 Prozent. Zum Dezember 2011 beträgt die Steigerung 0,8 Prozent, was auf eine kontinuierliche Ausweitung der Produktion seit letztem Jahr hinweist.

Nach Angaben der nationalen Agentur für Erdöl, Gas und Biokraftstoffe (Agência Nacional do Petróleo, Gás Natural e Biocombustíveis, kurz: ANP) war die Produktion der staatlichen Petrobras für rund 91,6 Prozent der gesamten Menge verantwortlich. Die Produktion von natürlichem Gas hat sich allerdings nach Angaben von ANP um 7,3 Prozent im Verhältnis zum letzten Januar reduziert. Die produzierte Menge an natürlichem Gas lag damit bei 71,1 Millionen Kubikmeter pro Tag. Zusammengenommen betrug somit die tägliche brasilianische Produktion von Öl und Gas 2.678 Millionen Barrel Ölequivalenten.

Bis zu 52 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten bekommt die brasilianische Regierung von Deutschland zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Dies hatten gestern die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff  bei ihrem Besuch in Deutschland mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Abkommen zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und zur Energieeffizienz vereinbart. Diese Abkommen waren bereits seit 2008 zwischen beiden Ländern vorgesehen gewesen und wurden nun beim Besuch der brasilianischen Präsidentin unterzeichnet. Ziel dieser Kreditvergabe ist es vor allem, Infrastrukturprojekte in Brasilien zu fördern. Eine erste binationale Arbeitsgruppe soll auf dem Gebiet der Biokraftstoffe gegründet werden, um hier die Probleme von Zertifizierung und Vermarktung gemeinsam anzugehen. (mas)