Nach zehn Jahren feiert das Universitätsprogramm ProUni große Erfolge / Copyright: ProUni
Nach zehn Jahren feiert das Universitätsprogramm ProUni große Erfolge / Copyright: ProUni

Nach zehn Jahren feiert das Universitätsprogramm ProUni große Erfolge.

Das brasilianische Gesetz 11.096/2005, durch das das „Universitätsprogramm für alle“ (Programa Universidade para Todos, kurz: ProUni) initiiert wurde, feiert sein zehnjähriges Bestehen. In diesem Zeitraum wurden durch das Programm 1.497.180 Stipendien erteilt. Von dieser Gesamtzahl laufen noch 562.551, so geht aus den aktuellen Daten des Bildungsministeriums hervor.

Das Programm wurde 2004 ins Leben gerufen, um sozial schwachen Familien mit niedrigen Einkommensklassen einen Weg in die Hochschulbildung zu ermöglichen. Derzeit bietet das ProUni zusammen mit dem Studentenfinanzierungsfonds Fies 40 Prozent der Plätze an Universitäten durch private Institutionen an.

Durch das ProUni sind Teil- und Vollstipendien erhältlich: Die Vollstipendien richten sich an Studenten mit einem Pro-Kopf-Familienbruttoeinkommen bis zu einem Mindestlohn. Die Teilstipendien sind für Studenten mit einem Familieneinkommen von bis zu drei Mindestlöhnen pro Person gedacht. Das Angebot und die Nachfrage nach diesen Stipendien steigen in jeder Phase an. Allein im letzten Halbjahr von 2014 bewarben sich 650.000 Studenten auf 115.000 Stipendien, was ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu 2013 ausmachte.

„Das ProUni ist ein Programm sozialer Eingliederung mit positiven Ergebnissen, da eine starke Zusammenarbeit mit privaten Initiativen und der Regierung geschaffen wird. In den zehn Jahren schaffte es das Programm, seine Ziele zu erreichen, eine verstärkte Einbeziehung [der sozial schwachen Bevölkerung] in die Hochschulbildung“, kommentierte der Berater des Forums für private Hochschulbildung. (ds)

Quelle: Agênia Brasil