Vertragsunterzeichnungen zwischen dem brasilianischen Vizepräsidenten Michel Temer und dem russischen Premierminister Dmitri Medvedev / Copyright: Agência Brasil
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Die zweite Brasilien-Russland-Agrarversammlung (2ª Reunião do Comitê Agrário Brasil-Rússia), die Anfang dieser Woche stattfand, konnte mit einigen Erfolgen abgeschlossen werden. Der russische Landwirtschaftsminister Nikolay Fedorov teilte kürzlich mit, dass das Land in die Infrastruktur brasilianischer Häfen investieren wolle.

Des Weiteren sprach Federov über die Weizenexporte aus Russland nach Brasilien. Verträge dazu wurden gestern (20.02.) unterzeichnet, in denen Russland versichert, die phytosanitären Anforderungen Brasiliens zu erfüllen. Laut des Ministers könnten die Exporte des Produkts eine Million Tonnen pro Jahr erreichen. Russland wäre ein Großexporteur von Weizen und allein von der Ernte 2012/2013 sollen die gesamten Verkäufe 22 Millionen Tonnen erreichen.

Auch bekräftigte der Minister die Notwendigkeit des Landes, Sojaschrot von Brasilien für die Viehfütterung zu importieren. Die Verhandlungen darüber werden in den nächsten Tagen vonstattengehen. Während der zwei Tage führten die Diskussionen rund um dieses Thema mit dem brasilianischen Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung MAPA (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento) zu noch keiner akzeptablen Lösung, so dass der Leiter für Veterinärkontrollen und phytosanitäre Angelegenheiten, Serguei Dankvert, seinen Aufenthalt in Brasilien verlängern wird.

Außerdem werde Dankvert auch mit Vertretern der Agrarindustrie über das russische Fleischembargo aus den brasilianischen Bundesstaaten Paraná, Rio Grande do Sul und Mato Grosso sprechen. Brasilien hatte sich schon bereiterklärt, die Anforderungen Russlands bezüglich der Produktionsprozesse zu erfüllen, allerdings wurde der Handel mit den drei Staaten noch nicht wiederbelebt. (ds)