Der Industrieverband von Rio de Janeiro glaubt, dass die Erhöhung des Selic der brasilianischen Wirtschaft nachhaltig schaden wird. / Copyright: Wikimedia Commons
Der Industrieverband von Rio de Janeiro glaubt, dass die Erhöhung des Selic der brasilianischen Wirtschaft nachhaltig schaden wird. / Copyright: Wikimedia Commons

Der Industrieverband von Rio de Janeiro glaubt, dass die Erhöhung des Selic der brasilianischen Wirtschaft nachhaltig schaden wird. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Anhebung des Basiszinssatzes Selic auf 12,75 durch den geldpolitischen Ausschuss der brasilianischen Zentralbank (Copom) wurde vom Industrieverband von Rio de Janeiro (Firjan) mit Unmut aufgenommen. In einer Mitteilung ließ der Verband wissen, dass die Entscheidung mit der derzeitigen Situation einer Rezession der brasilianischen Wirtschaft nicht vereinbar sei.

Für den Firjan steht der Anstieg entgegen der jüngsten internationalen Entwicklung. „Die Abstimmung zwischen Finanz- und Geldpolitik ist fundamental für die Kontrolle der Inflation, so würde sich der aktuelle Zyklus steigender Zinsen verkürzen. Allerdings ist eine Steuerkorrektur mittels einer Erhöhung der Steuerlast und gleichzeitiger Kürzung öffentlicher Ausgaben auf lange Sicht nicht nur schädlich für das Wirtschaftswachstum, sondern scheint auch angesichts der aktuellen Konjunkturlage und Politik nicht machbar“, heißt es.

Der Industrieverband fügte hinzu, dass sich die fiskalische Anpassung auf die Reduzierung der öffentlichen Ausgaben konzentrieren sollte, indem unter anderem Vorschriften erlassen werden, die eine Steigerung der öffentlichen Ausgaben unterbinden. „Nur auf diese Weise kann eine effektive Anpassung der Finanzpolitik erreicht werden, durch die Schaffung von Bedingungen für einen strukturellen Rückgang der Zinssätze und die nachhaltige Steigerung der Wachstumsrate.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil