Gegen den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer laufen seit 2011 Ermittlungen wegen Verdachts auf Bestechung. / Copyright: Agência Brasil
Gegen den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer laufen seit 2011 Ermittlungen wegen Verdachts auf Bestechung. / Copyright: Agência Brasil

Gegen den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer laufen seit 2011 Ermittlungen wegen Verdachts auf Bestechung. / Copyright: Agência Brasil

Laut „Wall Street Journal“ laufen gegen den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer Ermittlungen wegen Korruption. Wie die US-Zeitung am 01. November berichtete, würden sowohl US-amerikanische als auch brasilianische Behörden wegen Verdachts auf Bestechung durch einen Mitarbeiter von Embraer gegen den Konzern ermitteln.

Laut der Reportage sollen 3,4 Millionen US-Dollar an ein Mitglied der Regierung der Dominikanischen Republik geflossen sein. Im Gegenzug dafür habe der brasilianische Flugzeughersteller den Zuschlag für einen Auftrag von acht Kampfflugzeugen vom Typ Super Tucano erhalten. Der Vertrag zwischen dem Karibikstaat und dem brasilianischen Unternehmen beläuft sich auf  90 Millionen US-Dollar. Die Kampfjets seien für die Luftwaffe des Inselstaates vorgesehen.

Der Fall sei Teil einer Untersuchung, die im Jahr 2010 begonnen wurde und möglichen Gesetzesverstößen von Unternehmen nachgeht, die auch in den USA registriert sind. Laut der brasilianischen Tageszeitung Folha de São Paulo vom Samstag (02.11.) informierte Embraer bereits im Jahr 2011 darüber, dass gegen sie wegen Korruptionsverdacht ermittelt wird. Seitdem laufe auch eine konzerninterne Untersuchung, die solchen Fällen außerhalb Brasiliens nachgeht, wie Embraer nun informiert. Zudem werde mit den verschiedenen Behörden zusammengearbeitet.

Laut  „Wall Street Journal“ hätten sich die US- und die brasilianischen Behörden über diesen Fall zum ersten Mal am Rande einer Anti-Korruptionskonferenz in Paris im Jahr 2012 ausgetauscht. Anfang dieses Jahres seien auf Anfrage Brasiliens durch die US-Regierung Belege zugesandt worden, die den Verdacht erhärten. Dabei handelt es sich um eMail-Korrespondenzen und Bankauszügen des Regierungsmitglieds der Dominikanischen Republik sowie Embraer. (ms)