Es droht ein Bußgeld von 50 Millionen Reais. / Copyright: Wikimedia Commons, Andreas Praefcke

Jetzt muss Volkswagen auch in Brasilien seine Karten offen legen: Das brasilianische Institut für Umwelt und erneuerbare Rohstoffe (Ibama) hat Ermittlungen gegen den Autokonzern aufgenommen, ob auch in dem südamerikanischen Land Autos mit manipulierter Software zur Schadstoffüberwachung hergestellt wurden. Die Agentur zum Schutz der Umwelt (EPA) aus den USA klagte die Wolfsburger bereits wegen einer falschen Motorleistung in Bezug auf die Treibhausgasemissionen an.

Volkswagen selbst ließ am Dienstag (22.09) bekanntgeben, dass elf Millionen Diesel-Autos weltweit mit dem manipulierten Motor ausgestattet wurden. Der Betrug konnte an Fahrzeugen mit einem Vierzylinder-Diesel-Motor festgestellt werden, die zwischen 2009 und 2015 in den Verkauf gingen.

„Es handelt sich um einen schwerwiegenden Fall“, heißt es vonseiten der Ibama in einer Mitteilung. Neben einer Strafzahlung muss das Unternehmen den Fehler in allen Fahrzeugen korrigieren, sollte sich der Betrugsfall bestätigen. Tests in den USA haben bereits gezeigt, dass die betroffenen Autos 40 Mal mehr Abgase ausstoßen als nach US-Normen erlaubt. Sollten sich die Fälle auch in Brasilien bestätigen, droht ein Bußgeld von bis zu 50 Millionen Reais. (ls)

Quelle: Agência Brasil