Am Rande des Amerika-Gipfels in Panama kam es auch zu einem bilateralen Gespräch zwischen Obama und Rousseff. / Copyright: Agência Brasil Am Rande des Amerika-Gipfels in Panama kam es auch zu einem bilateralen Gespräch zwischen Obama und Rousseff. / Copyright: Agência Brasil

Die belasteten Beziehungen zwischen den USA und Brasilien scheinen der Vergangenheit anzugehören. Am Rande des Amerika-Gipfels in Panama am Samstag (11.4.) verkündete US-Präsident Barack Obama offiziell den Staatsbesuch Dilma Rousseffs am 30. Juni in Washington. Der Besuch der brasilianischen Präsidentin besiegelt den Prozess der Wiederannäherung beider Länder nach der diplomatischen Abkühlung im Jahr 2013, wie die Zeitung Valor Econômico in ihrer Wochenendausgabe schreibt (11.4.).

Damals hatte Rousseff ihren für Oktober 2013 geplanten Staatsbesuch auf unbestimmt verschoben, nachdem durch die von Edgar Snowden an die Öffentlichkeit gelangten Dokumente bekannt geworden war, dass die US-Regierung unter anderem den Handy- und E-Mail-Verkehr Rousseffs ausspionierte (BrasilNews berichtete, 12.9.13).

Noch bevor es auf dem Amerika-Gipfel zu dem symbolträchtigen Handschlag zwischen dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro und Obama gekommen war, äußerte sich dieser zufrieden über die neuen Beziehungen mit Brasilien. „Ich warte mit großer Genugtuung auf die Zusammenkunft, bei der wir Themen wie den Klimawandel, Energie, Bildung sowie Wissenschaft und Technologie diskutieren werden“, so Barack Obama.

Auch Rousseff bestätigte, wie wichtig es für beide Länder sei, die gemeinsamen Beziehungen zu pflegen. „Wir haben eine lange Liste von Themen, bei denen wir nicht einfach nur zusammenarbeiten, sondern im Sinne ganz Lateinamerikas vorangehen können.“ Laut Medienberichten betonte auch sie, dass der Klimawandel ein vorrangiges Thema der bilateralen Beziehungen sei. Daneben bildeten der Austausch in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Bildung, sowie Verteidigung und Außenhandel die Schwerpunkte der gemeinsamen Agenda. (ms)

Quelle: Valor Econômico