Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Ab April wird die Einreise von Spaniern nach Brasilien durch eine Liste von Forderungen der brasilianischen Regierung erschwert werden. Die gleiche Vorgehensweise findet in Spanien bereits für einreisende Brasilianer Anwendung. Der Außenminister Antonio Patriota informierte, dass dieser Entschluss auf dem sogenannten diplomatischen Prinzip der Gegenseitigkeit bestünde.

Allein im Jahr 2007 wurde 250 Brasilianern die Weiterreise an spanischen Flughäfen verwehrt.

Laut den neuen Regelungen müssen Spanier, die nach Brasilien einreisen, einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass vorweisen. Des Weiteren wird von Ihnen der Nachweis über die Hin- und Rückreise verlangt. Diejenigen, die in einem Hotel bleiben, müssen die Reservierung vorlegen. In den Fällen, in denen sie privat bei Freunden oder Familienangehörigen unterkommen, brauchen sie eine schriftliche Einladung mit Unterschrift der Gastgeber sowie des Gastes. Außerdem würden Spanier einen Lohnnachweis benötigen: Damit muss sichergestellt werden, dass sie finanziell in der Lage sind, 170 Reais (ca. 74,90 Euro) pro Tag für Unkosten auf brasilianischem Gebiet aufzubringen.

Im Juni letzten Jahres sprach der Außenminister Antonio Patriota im Nationalkongress vor, um die Beschwerden der Brasilianer, die nach Spanien reisen, zu thematisieren. Des Weiteren teilte er mit, dass er mit der spanischen Politikerin Trinidad Jiménez über das Anwenden des Gegenseitigkeitsabkommens gesprochen hatte. Das Außenministerium Brasiliens streitet ab, dass die neuen Regelungen eine Vergeltungsmaßnahme für die Demütigungen sei, die Brasilianer in Spanien erfahren haben.

Patriota hob hervor, dass die Anzahl der Brasilianer, die nach Spanien einreisen, mit der stärkeren Arbeitslosigkeit im Land immer geringer wurde. Das Gegenteil passiere in Brasilien: Die Anzahl der Spanier in Brasilien würde weiter ansteigen. (ds)