Die Planungsministerin Miriam Belchior setzt auf die neue Beamtenrente FUNPRESP / Copyright: Agência Brasil
Die Planungsministerin Miriam Belchior setzt auf den neuen Beamtenrentenfonds FUNPRESP / Copyright: Agência Brasil

Die Planungsministerin Miriam Belchior setzt auf den neuen Beamtenrentenfonds FUNPRESP / Copyright: Agência Brasil

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde in Brasilien der zusätzliche Rentenfonds FUNPRESP (Fundação de Previdência Complementar do Servidor Público Federal) ins Leben gerufen, durch den die Altersbezüge von Beamten sichergestellt und die Sozialausgaben des brasilianischen Staates reduziert werden sollen. Hierbei sind drei Fonds für die Exekutive, die Legislative und die Judikative vorgesehen, die die Finanzierungslücken abdecken werden. Gestern wurden schließlich die Neuregelungen für Beamten der Exekutive im brasilianischen Bundesanzeiger (Diário Oficial da União) bekanntgegeben. Für die Legislative folgen noch in diesem Monat genaue Richtlinien, die vorher vom Verwaltungsrat der FUNPRESP genehmigt werden müssen.

Miriam Belchior, die brasilianische Ministerin für Planung, Budget und Management, zeigte sich sehr positiv und bezeichnete den FUNPRESP als größte Absicherung der Altersbezüge in Lateinamerika der letzten zehn Jahre. Das neue System werde die Defizite im Bereich der öffentlichen Vorsorge in 20 Jahren ausgleichen und sich in den nächsten 35 Jahren in einen Überschuss verwandeln, wenn die ersten Teilnehmer ihre Gelder beziehen. Laut Belchior wird der FUNEPRESP wichtige steuerliche Einnahmen mit sich bringen und damit die Reduzierung der Defizite ermöglichen, die sich 2012 auf 62 Milliarden Reais (ca. 23,11 Milliarden Euro) belaufen. „Es ist eine der großen strukturellen Maßnahmen, die unser Land durchführen musste. Der Fonds wird die Defizite des öffentlichen Rentensystems ausgleichen.“ Außerdem reduziere der neue Fonds die Differenz zwischen privater Vorsorge und der des öffentlichen Sektors.

Seitens der Exekutive wird der Fonds mit einem ersten Beitrag von 48 Millionen Reais und seitens der Legislative mit 25 Millionen Reais rechnen. Die brasilianischen Banken Banco do Brasil und Caixa Econômica Federal verwalten die Ressourcen bis die Beteiligung privater Banken sichergestellt ist, was laut Planungsministerium in ca. zwei Jahren der Fall sein wird.

Der Fonds für die Exekutive, der gestern (04.02.) in Kraft getreten ist, hat rund 200 Sponsoren, darunter Gemeinden, Stiftungen und Behörden. Die Schirmherren des Fonds für die Legislative werden das Abgeordnetenhaus, der Senat und der Bundesrechnungshof TCU (Tribunal de Contas da União) sein. Die Judikative wird ihren eigenen Rentenfonds schaffen. (ds)