Brasilien exportiert vor allem Fleisch in die arabischen Länder / Copyright: Agência Brasil
Brasilien exportiert vor allem Fleisch in die arabischen Länder / Copyright: Agência Brasil

Brasilien exportiert vor allem Fleisch in die arabischen Länder / Copyright: Agência Brasil

Gestern (04.12.) fand in der Hauptstadt Brasília ein Wirtschaftsforum statt, auf dem die Erweiterung des Handelsaustauschs, der Investitionen und der Tourismusaktivitäten zwischen Brasilien und den arabischen Ländern diskutiert wurden. Ziel sei es, Kontakte zu den Ländern zu fördern, Hindernisse der bilateralen Beziehungen zu überwinden, Partnerschaften zu erweitern, neue mögliche Gebiete der Zusammenarbeit aufzudecken und die Kontakte für Investitionen aufrechtzuerhalten. Im vergangenen Jahr belief sich der Handel zwischen Brasilien und den arabischen Ländern auf rund 26 Milliarden Reais.

Gemeinsam bilden die 23 Länder der Gruppe den viertgrößten Handelspartner Brasiliens. In Asien sind es die Länder Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Palästina und Syrien; in Afrika sind es Algerien, Dschibuti, Ägypten, die Komoren, Libyen, Marokko, Mauretanien, Somalia, Sudan und Tunesien. Der Leistungsbilanzüberschuss liegt bei 14,7 Milliarden Reais bei Exporten; vor allem Fleisch, Mineralstoffe und Zucker werden exportiert. Brasilien kauft aus diesen Ländern Erdölprodukte (insbesondere Biokraftstoffe) und Düngemittel.

In den letzten Jahren stieg der Handelsaustausch zwischen diesen Ländern stetig an. So belief er sich im Jahr 2001 noch auf 13,9 Milliarden Reais, fast 36 Prozent weniger als der aktuelle Wert. Diese Dynamik würde laut Angaben des Experten internationaler Verhandlungen des nationalen Handelsverbands CNC (Confederação Nacional do Comércio), Fabrizio Panzini, ein Zeichen für die Vielfalt der Partner beider Seiten darstellen und für das Potenzial der beteiligten Märkte. (ds)