Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über die Erweiterung des Programms „Bedürftiges Brasilien“ / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über die Erweiterung des Programms „Brasil Carinhoso“ / Copyright: Agência Brasil

Gestern (29.11.) verkündete die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die Erweiterung des Sozialprogramms Brasil Carinhoso, durch das nun Familien mit Kindern bis zu 15 Jahren unterstützt werden sollen. Laut Rousseff sei diese Erweiterung ein entscheidender Schritt in Richtung einer Gesellschaft der Mittelklasse, die Brasilien anstrebe. „Das Brasilien, was wir aufbauen möchten, ist ein Land der Mittelklasse. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir daran arbeiten, 16 Millionen Menschen aus dem Elend zu helfen.“

Das Programm wurde dieses Jahr veröffentlicht. Ursprünglich konnten Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren die Sozialhilfeleistung Bolsa Famíla beziehen. Mit der Erweiterung auf Kinder bis zu 15 Jahren erreicht die Regierung nun eine noch breitere Bevölkerungsschicht. „Jeder Familienangehörige erhält eine Zuzahlung zum Einkommen, damit 70 Reais (ca. 25,60 Euro) erreicht werden, was die Grenze ist, um aus der extremen Armut herauszukommen. Wir unternehmen gerade Schritte, um unseren Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu schaffen“, so die Präsidentin.

Bis heute konnten durch das Programm 9,1 Millionen Menschen aus der extremen Armut geholfen werden, darunter befanden sich 2,8 Millionen Kinder. Mit der jetzigen Erweiterung rechne man damit, dass erneut 7,3 Millionen Menschen unterstützt werden können.

Laut Rousseff würden außerdem Programme wie die Erhöhung der Anzahl von Kindergartenplätzen, die Investitionen in ganztägige Bildung und in die Alphabetisierung mit dem Programm Brasil Carinhoso Hand in Hand gehen. (ds)