Ethanol in Brasilien zur Zeit nicht wettbewerbsfähig

31.05.2012 | Wirtschaft |

Zuckerrohrplantagen zur Herstellung von Ethanol / Copyright: Creative Commons, J. R. Fonseca

Auf einem Seminar über den Kraftstoff-Sektor in Rio de Janeiro, teilte gestern (30.05.) der Direktor der Nationalen Agentur für Petroleum, Natur Gas und Biokraftstoffe (Agência Nacional de Petróleo, Gás Natural e Biocombustíveis, kurz: ANP), Alan Kardec, mit, dass das Ethanol in Brasilien erst wieder in zwei bis drei Jahren wettbewerbsfähig mit dem Benzin sein werde. Dies liege besonders an der Unvorhersehbarkeit von Angebot und Konsum des Biokraftstoffs.

Zu diesem Zeitpunkt kämpft die Ethanolproduktion mit einem wesentlich schwächeren Zuckerrohrwachstum als dem der letzten Saison um ihre Erholung. Abgesehen von der geringeren Produktion zu Beginn der Ernte, ist auch der Ethanolpreis schon in der dritten aufeinanderfolgenden Woche im meist produzierenden Bundesstaat São Paulo eingebrochen. Darüber informierte Anfang dieser Woche eine Bestandsaufnahme des Zentrums für fortgeschrittene Studien der angewandten Wirtschaft (Centro de Estudos Avançados em Economia Aplicada, kurz: Cepea).

Der Ernteertrag bis zum 15. Mai zeigte, dass die Produktion im mittleren Süden des Landes um 39,28 Prozent zurückgegangen ist – was einer Einbuße von 1,32 Milliarden Litern Ethanol entspricht.

Auch der Direktor für Erneuerbare Kraftstoffe des Minen- und Energieministeriums (Ministério de Minas e Energia), Ricardo Dornelles, prognostizierte ein schwieriges Jahr für das Ethanol – aufgrund von Klimaproblematiken, aber auch weil der Sektor sich noch immer in finanziellen Schwierigkeiten befände. (jv)


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