Laut João Cravinho müssen beide Wirtschaftsblöcke mehr wagen. / Copyright: Wikimedia Commons

Der Botschafter der EU in Brasilien, João Cravinho, zeigt sich optimistisch bezüglich der Verhandlungen zwischen dem Mercosur und der EU für einen gemeinsamen Handelsraum. Die Schwierigkeiten sowohl auf Seite der EU als auch Brasiliens würden neue Wege eröffnen, alternative Lösungen zu erarbeiten. „Das ist sehr ermutigend, denn um die Verhandlungen im Moment abzuschließen, geht es nur darum: etwas  Wagemut. Wir haben einen guten Zeitplan vor uns“, sagte er.

Laut Cravinho werden die Angebotsvorschläge zwischen den zwei Wirtschafsblöcken bis zum Ende des Jahres präsentiert. „Ehrgeizige Angebote“ könnten für ein dynamisches Engagement sorgen, um neue Lösungen zu schaffen. „Im Jahr 2016, können wir vorankommen, um endlich den Abschluss der Verhandlungen zu erreichen, die schon viele Jahre gedauert haben.“ Laut dem Botschafter müssen beide Seiten etwas wagen.

„Es ist nur fair zu sagen, dass es für beide Seiten gilt. Ich bin Botschafter der EU und es wäre leicht, mit dem Finger auf den Mercosur zu zeigen und zu sagen,dass sie mehr bieten müssen, dass sie sich mehr von ihrer protektionistischen Tradition abrücken, die in den Ländern Lateinamerikas immer noch sehr stark ist, insbesondere in Brasilien und Argentinien. Wir wissen damit umzugehen. Und wir wissen auch, um eine ausgeglichene Lösung zu finden, müssen wir einige schwierige Entscheidungen treffen. Dazu sind wir bereit.“

Zu den Abkommen, an denen Brasilien beteiligt ist, weist der Botschafter auf das Projekt zum Verlegen eines Glasfaserkabels, das Lateinamerika und Europa vereinen sol. „Es ist ein Projekt von größter Bedeutung, weil es sowohl Brasilien als auch der EU ermöglicht, nicht nur eine einzige Möglichkeit zur Datenübertragung zu nutzen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil