Auch nach dem Monat September sehen Experten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eher pessimistisch / Copyright: Agência Brasil
Auch nach dem Monat September sehen Experten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eher pessimistisch / Copyright: Agência Brasil

Auch nach dem Monat September sehen Experten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eher pessimistisch / Copyright: Agência Brasil

Zum dritten Mal innerhalb der letzten Wochen erhöhen Finanzanalysten und Investoren Brasiliens die Schätzungen zu Wirtschaftsindikatoren wie zur Inflation, die durch den Verbraucherpreisindex IPCA (Índice de Preços ao Consumidor Amplo) gemessen wird. Der neue Wert für das Jahr 2014 stieg von 6,31 Prozent auf 6,32 Prozent. Was das Wirtschaftswachstum betrifft, sehen Experten die Entwicklung immer noch eher pessimistisch und legen die Prozentzahl 0,24 Prozent fest. Zuvor lag der Wert noch bei 0,29 Prozent, mit einer negativ ausfallenden und sinkenden Industrieproduktion von 2,14 Prozent.

Auch die Schätzungen zum Wechselkurs wurden von 2,35 Reais auf 2,40 Reais nach oben korrigiert. Die Finanzanalysten änderten allerdings die Prognosen für den Basiszinssatz SELIC nicht. Dieser soll sich weiterhin auf elf Prozent pro Jahr belaufen, mit einer Nettoverschuldung des öffentlichen Sektors in Höhe von 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), Summe der produzierten Güter und Dienstleistungen im Land.

Auf der anderen Seite wurde das Leistungsbilanzdefizit in Brasilien wieder von 81,20 Milliarden US-Dollar auf 80,50 Milliarden US-Dollar gesenkt, mit einer Handelsbilanz um die 2,41 Milliarden US-Dollar. Die geschätzten ausländischen Direktinvestitionen bleiben bei 60 Milliarden US-Dollar. Die administrierten Preise, die von der Regierung beeinflusst werden, wie beispielsweise die Stromtarife, wurden leicht angeglichen, von 5,10 Prozent auf 5,20 Prozent. (ds)