Exportprodukt Brasiliens / Copyright: Wikimedia, Fernando Mafra

Kaffee: wichtiges Exportprodukt für Brasilien / Copyright: Wikimedia, Fernando Mafra

Gestern (17.11.) informierte das brasilianische Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel über den neuen Exportrekord der Brasilianischen Genossenschaften (Cooperativas Brasileiras). Zum ersten Mal haben diese, binnen einem Jahr, die Stufe der fünf Milliarden US-Dollar überschritten. Insgesamt erreichten die Einnahmen 5,141 Milliarden US-Dollar, die letztes Jahr zwischen Januar und Oktober bei 4,417 Milliarden US Dollar lagen. Das entspricht einer Exportsteigerung von 34,6% verglichen mit dem entsprechenden Zeitraum in 2010.

Auch bei den Importen der Brasilianischen Genossenschaften sei ein Wachstum von 32,5% seit dem Vorjahr festgestellt worden, so das Ministerium. Die Einkäufe akkumulieren sich auf 284 Millionen US-Dollar – einem Anteil von 0,3% am kompletten Erwerb Brasiliens im Ausland.

Es ergibt sich für 2011 eine Handelsbilanz mit einem Überschuss von 4,857 Milliarden US-Dollar, die den Überschuss des Jahres 2010 (3,606 Mrd. US Dollar) um 34,7% überragt.

Unter die Hauptexportprodukte fallen raffinierter Zucker (17,6 % Anteil am Gesamtexport der Genossenschaften), Sojabohnen (12,9%), Kaffeebohnen (12,1%) und Rohzucker (11,6%). Der größte Absatzmarkt der brasilianischen Produkte war in diesem Jahr China, mit einem Umsatz von 661 Millionen US-Dollar. An zweiter Stelle standen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 497,2 Millionen US-Dollar, gefolgt von den Vereinigten Staaten (483,5 Mio. US-Dollar), Deutschland (384,9 Mio. US-Dollar) und den Niederlanden (265,1 Mio. US Dollar).

Die eingeführten Produkte waren hauptsächlich Ammonium-Dihydrogen-Orthophosphat (8,7%), Bierhopfen (8,4%), Harnstoff-Stickstoff (7,8%), ungerösteter Malz (6,3%) und Ammoniumnitrat (4,7%). Diese Produkte bezogen die Genossenschaften 2011 vor allem aus Argentinien (Einkauf über 43,2 Mio. US-Dollar), Deutschland (36,9 Mio. US-Dollar), Russland (35,6 Mio. US-Dollar, USA (24,6 Mio. US-Dollar) und Paraguay (21,8 Mio. US-Dollar). (jv)