Exporte liegen im März vier Prozent unter dem Wert des gleichen Monats 2013. / Copyright: Wikimedia Commons, SteKrueBe
Exporte liegen im März vier Prozent unter dem Wert des gleichen Monats 2013. / Copyright: Wikimedia Commons, SteKrueBe

Exporte liegen im März vier Prozent unter dem Wert des gleichen Monats 2013. / Copyright: Wikimedia Commons, SteKrueBe

Die Handelsbilanz Brasiliens hat den Monat März mit einem Überschuss von 112 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Dieser Wert ergibt sich aus 17,628 Milliarden US-Dollar aus dem Exportgeschäft gegenüber 17,516 Milliarden US-Dollar von Seiten der Importe. Damit ist die Differenz das schlechteste Ergebnis für den Monat März seit 2001, als die Bilanz ein Defizit von 276,1 Millionen US-Dollar auswies. In den ersten drei Monaten dieses Jahres liegt das akkumulierte Defizit bei rund 6 Milliarden US-Dollar, das schlechteste Ergebnis für die ersten drei Monate eines Jahres seit 1994. Die aktuellen Zahlen wurden am vergangenen Dienstag vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel veröffentlicht.

Die durchschnittliche tägliche Exportrate lag im vergangenen Monat bei 927,8 Millionen US-Dollar und damit vier Prozent unter dem Niveau von März 2013, allerdings 16,5 Prozent höher als im Februar diesen Jahres. Der Rückgang der Exporte im Vergleich zum Vorjahr ist auf den den Rückgang beim Verkauf von Halbfertigprodukten (minus 19,6 Prozent) und Fabrikaten (minus 15,3 Prozent) zurückzuführen.

Einerseits sanken die Einnahmen durch Eisen, Gold, Zucker, Aluminium und Soja-Rohöl, Halbfertigprodukte aus Eisen, Stahl und Zellstoff. Andererseits wurde ein Rückgang der Exporte bei Heizölen, raffiniertem Zucker, Motoren und elektrische Generatoren, Autoteilen, Motoren und Teilen für Kraftfahrzeuge, Planiermaschinen, Pumpen und Kompressoren, Autos, Papier und Karton festgestellt.

Die positive Entwicklung bei den Basisprodukten federte den Verlust im Exportgeschäft ein Stück weit ab. Denn die Verkäufe von Nicht-Industrie-Produkten stieg um 9,5 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres, vor allem von lebenden Rindern, Kupfererz, Sojabohnen, Sojabohnenmehl, Schweine- und Rindfleisch, Kaffeebohnen sowie Eisenerz.

Bei den Importen lag der durchschnittliche tägliche Wert der Ausgaben bei 921,9 Millionen US-Dollar, 3,8 Prozent unter dem Wert von März 2013 und 2,1 Prozent über dem Ergebnis von Februar dieses Jahres. Im Vergleich zu 2013 sanken die Ausgaben für Kraft- und Schmierstoffe. Den Angaben des Ministeriums zufolge war der Grund dafür ein Rückgang bei den Preisen und bei der importierten Menge an Erdöl, Heizöl, Erdgas, Kohle und Benzin. Auch gingen die Einfuhren von Investitionsgütern, in der Industrie und bei den Konsumgütern wie Haushaltsmaschinen, Getränke, Tabak, Kleidung, Möbel und Autos zurück. (ls)