Marcelo Azevedo, Wirtschaftsexperte des CNI / Copyright: Agência Brasil
Marcelo Azevedo, Wirtschaftsexperte des CNI / Copyright: Agência Brasil

Marcelo Azevedo, Wirtschaftsexperte des CNI / Copyright: Agência Brasil

Laut einer aktuellen Studie des Nationalen Industrieverbandes CNI (Confederação Nacional da Indústria) sank der Anteil an Industrieprodukten bei Exporten im ersten Quartal dieses Jahres. Der Wert blieb bei 20,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkte geringer als im Vergleich zum selben Zeitraum vergangenen Jahres. Die Daten sind Teil der Studie Coeficientes de Abertura Comercial, die die Werte der Exporte, Importe und industriellen Produktion analysiert.

Zu erklären sei der Rückgang mit der geringeren Nachfrage auf dem externen Markt, der Aufwertung des Wechselkurses und der Preissenkung der exportierten Produkte. So kommentierte Marcelo Azevedo, Wirtschaftsexperte des CNI, dass die Maßnahmen der Regierung zur Steuererleichterung im Industriesektor nicht ausreichend seien, um diese Entwicklung umzukehren und an Produktivität zu gewinnen.

Aus der Studie erfährt man auch, dass importierte Industrieprodukte einen Rekordwert erreicht haben. So beträgt der Wert der Importe im ersten Quartal 22 Prozent. Im Vergleich zum selben Zeitraum in 2012 sind das 0,4 Prozentpunkte mehr. Für Azevedo zeige diese Entwicklung den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit nationaler Produkte im Vergleich zu den Importen.

Besonders stark wurden Importe im Bereich des Bergbaus eingesetzt. Hier stiegen die Werte um 2,2 Prozentpunkte und registrierten 47,2 Prozent. Bei der verarbeitenden Industrie wurden Importe zu 20,6 Prozent eingesetzt, ein Anstieg von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. (ds)