Für Bolivien wird ein Verlust bei den Exporten von 30 Prozent vorhergesagt. / Copyright: Wikimedia Commons, Patrick Furlong

Die Exporte Südamerikas und der Karibik werden voraussichtlich sinken, zum dritten Mal infolge, und einen Verlust von 14 Prozent verzeichnen, wie die Prognosen der Wirtschaftskommission von Lateinamerika und der Karibik (Cepal) zeigen. Laut dem entsprechenden Bericht sind für den starken Rückgang die sinkenden Preise bei Rohstoffen sowie die schwache internationale Nachfrage nach Produkten aus der Region verantwortlich. In 2014 und 2013 gingen die Exporte bereits um drei Prozent und 0,4 Prozent zurück.

Die Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft seit 2012 sei zudem ein Grund für das Minus bei den lateinamerikanischen und karibischen Ausfuhren, insbesondere in den Ländern, die von den Verkäufen an die asiatischen Land abhängen, so die UN-Organisation. Laut der Studie kann diese neue Realität aber auch eine Gelegenheit für die Region darstellen, seine Verkäufe nach China zu diversifizieren.

Der Bericht zeigt auch, dass der Rückgang der Exporte noch akuter für Ländern wird, die Öl und Ölprodukte sowie Rohstoffe exportieren. So wird Venezuela voraussichtlich einen Rückgang von 14 Prozent der Exporte erleben, Bolivien 30 Prozent; Kolumbien 29 Prozent, Argentinien und Chile 17 Prozent und Brasilien 15 Prozent. Mexiko und Mittelamerika haben weniger Rückgange der Exporte zu befürchten, voraussichtlich nur vier Prozent aufgrund des Umsatzes mit den USA, das Hauptziel ihrer Lieferungen. (ls)

Quelle: Agência Brasil