Kleinbauern auf einem Feld in Brasilien / Copyright: Creative Commons, periodismohumano.com, P.Simón

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Der neue Generaldirektor des Welternährungs- und Agrarprogramms der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, kurz: FAO), José Graziano, kündigte gestern (24.01.) auf einem Treffen in Brasilien mit, das FAO-Büro mit Beratern zum Thema der kooperativen und kleinbäuerlichen Produktionsweise besetzen zu wollen. Sie sollen vor allem technische Unterstützung an die vielen kleinen und mittleren Produzenten geben, die für eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung unerlässlich seien, so José Graziano. Der Generalsekretär der FAO ist auch überzeugt, dass dies ein Projekt ist, von dem beide Seiten profitieren. Zum einen ist die Unterstützung der kooperativen Produktionsweisen ein Beitrag der FAO zur Ernährungssicherheit. Zum anderen kann dieses Büro das gute Bild, welches Brasilien außerhalb hat, nutzen, um kooperative Produktionsweisen auch in anderen Teilen der Welt zu fördern.

José Graziano hob auch einzelne Aspekte der derzeitigen brasilianischen Agrar- und Ernährungspolitik als Vorbilder für andere Staaten, für allem in Afrika, hervor. So sind die Konzeption der Kleinbauern im Familienbetrieb, das Programm zum Erwerb von Lebensmittel (Programa de Aquisição de Alimentos, kurz: PAA) und die Essensausgabe in Schulen gute Beispiele Ernährungsproblemen zu begegnen. Der Generaldirektor stellte auch ein Büro am Hauptsitz der FAO in Rom für das brasilianische Unternehmen zur Erforschung von Agrarprodukten (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, kurz: Embrapa) in Aussicht. Dies alles ist Teil der Strategie der FAO die Zivilgesellschaft stärker in die Sicherung der Ernährung und in die Bekämpfung von Ernährungskrisen einzubinden. (mas)