Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, nahm den Preis der FAO für Brasilien entgegen / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, nahm den Preis der FAO für Brasilien entgegen / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, nahm den Preis der FAO für Brasilien entgegen. / Copyright: Agência Brasil

Brasilien und zwölf andere Länder wurden am Sonntag (30.11.) von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für das Engagement im Kampf gegen Hunger ausgezeichnet. Für Brasilien nahm die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, den Preis in Rom entgegen. Weitere prämierte Länder waren Kamerun, Äthiopien, Gabun, Gambia, Iran, Kiribati, Malaysia, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, die Philippinen und Uruguay.

Der Leiter der Organisation, José Graziano, lobte die Initiativen der 13 Länder, erinnerte aber auch daran, dass noch viel getan werden muss, um das Hungerleiden global zu beseitigen. 805 Millionen Menschen würden immer noch unter chronischer Unterernährung leiden. Dadurch sei es notwendig, die Qualität und Effizienz der Ernährungssysteme zu verbessern, die städtische Entwicklung zu fördern, die Produktivität und die Einkommen auf dem Land zu erhöhen und den Zugang zu Lebensmitteln zu erleichtern.

Unter den von der FAO anerkannten Zielen waren die Millenniumsentwicklungsziele, den Anteil an Hungerleidenden bis 2015 zu halbieren, und das Ziel des Welternährungsgipfels, die absolute Zahlen an Hungernden bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren. Brasilien, Kamerun und Uruguay gelang dies frühzeitig in diesem Jahr. Was Brasilien betrifft, so habe das Land laut UNO den Fokus seiner politischen Agenda auf die Bekämpfung der Unterernährung mittels des Programms Programa Fome Zero (etwa: „Kein Hunger“) gelegt. Kombiniert wurde dieses Programm mit Maßnahmen zur Unterstützung der Familienlandwirtschaft. Durch den Schutz und die Unterstützung der Produktion konnten Arbeitsplätze geschaffen und die realen Löhne erhöht werden, was zur Reduzierung des Hungers und der Ungleichheit beitrug. (ds)