Das Vertrauen der brasilianischen Industrie in die Wirtschaftskraft des Landes ist stabil / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ziko
Im Februar zeigt die brasilianischen Industrie Tendenzen zum Wachstum / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ziko

Im Februar zeigt die brasilianischen Industrie Tendenzen zum Wachstum. / Copyright: Ziko, Wikimedia Commons

Laut Angaben der Holding HSBC hat sich der brasilianische Dienstleistungssektor von Januar bis Februar verbessert, bedingt durch einen Anstieg an Auftragseingängen. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex PMI (Índice de Gerentes de Compras) stieg von 49,6 Punkten auf 50,8 Punkten an.

Der Indikator misst die Aktivität im Dienstleistungssektor und berücksichtigt Faktoren wie Beschäftigungszahlen, Aufträge und Preise. Die Umfragen werden in rund 300 Unternehmen durchgeführt. Werte über 50 bedeuten einen Anstieg der Aktivitäten, unter 50 eine Stagnation oder einen Rückgang. Bereits in der vergangenen Woche hatte die HSBC angekündigt, dass die brasilianische Industrie weiterhin wachse, wenn auch in einem mäßigem Tempo. Der Indikator, der Industrie und Dienstleistungen zusammen beschreibt, stieg von 49,9 Prozentpunkten auf 50,8.

Trotz Verbesserungen warnt der Leiter der HSBC in Brasilien André Loes allerdings davor, dass es noch zu früh sei, diese Entwicklung zu feiern, denn nur bei zwei von sechs untersuchten Dienstleistern gab es einen Anstieg, bei Finanzen und bei Mieten. Im Allgemeinen ist aber eine erhöhte Nachfrage bedingt durch die Fußball-WM festzustellen.

Positiv fiel die Einstellung von Fachkräften auf, die seit November das beste Ergebnis ausmacht. In der Industrie wurde zum ersten Mal seit März 2013 ein positiver Saldo verzeichnet. Was die Preise betrifft, so konnte man einen Anstieg auf allen Gebieten, vor allem im Hotelgewerbe und bei Restaurants, feststellen. (ds)