Alexandre Tombini, Präsident der brasilianischen Zentralbank (BC), zum Fed-Entscheid / Copyright: Agência Brasil
Alexandre Tombini, Präsident der brasilianischen Zentralbank (BC), zum Fed-Entscheid / Copyright: Agência Brasil

Alexandre Tombini, Präsident der brasilianischen Zentralbank (BC), zum Fed-Entscheid / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der brasilianischen Zentralbank (BC), Alexandre Tombini, äußerte sich gestern (18.09.) dazu, dass die Stabilisierung der US-amerikanischen Wirtschaft positiv für die Wirtschaft Brasiliens und die der Welt sei. Vor allem für Brasilien sei das bedeutend, da die USA nach China der zweitgrößte Handelspartner des Landes wäre. Gestern hatte die US-Notenbank Fed verkündet, dass sie den Umfang der monatlichen Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren wie gehabt bei 85 Milliarden US-Dollar belässt. Als Schutzmaßnahme der einheimischen Wirtschaft hatte die Fed in den letzten Monaten bekanntgegeben, dass sie die Möglichkeit in Betracht zieht, sich Stück für Stück aus dem Aktiengeschäft zurückzuziehen. Als Folge dessen sank die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Dollar und wertete so die Währung auf.

Laut Tombini hätte der Markt auf die Fed-Entscheidung positiv reagiert, indem die wichtigsten Währungen gegenüber dem Dollar gestärkt wurden. Auch verteidigte der BC-Präsident noch einmal, dass es wichtig sei, internationale finanzielle Reserven zurückzulegen. Brasilien hätte derzeit einen Liquiditätspuffer von 370 Milliarden US-Dollar, der negative Auswirkungen bei eventuellen plötzlichen Schwankungen der Währung abfedern könne.

Des Weiteren kommentierte Tombini, dass der Normalisierungsprozess der Währungsbedingungen vor allem in den Entwicklungsländern vonstattengeht, was sich positiv auf das Wirtschaftswachstum und den Welthandel auswirken würde. Brasilien sei bereit, diese Veränderungen zu durchleben und sich zu einem Land mit stabilem Finanzsystem zu entwickeln. (ds)