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Sitz des Industrieverbandes des Bundesstaates São Paulo FIESP / Copyright: Wikipiedia, gemeinfrei

Gestern (26.11.) veröffentlichte der Industrieverband des Bundesstaates São Paulo FIESP (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo) die Daten einer Studie zur Wettbewerbsfähigkeit, die 43 Länder im Jahr 2011 vergleicht. Brasilien befindet sich hierbei im Ranking an 37. Stelle.

Die Kriterien der Studie waren acht verschiedene Faktoren: die Haushaltswirtschaft, wirtschaftliche Offenheit, staatliche Effizienz, Bedingungen für Kapitalbeschaffung, Infrastruktur, Technologie, Produktivität und Humankapital.

An erster Stelle stehen die Vereinigten Staaten mit 91,8 Punkten und an zweiter Hong Kong mit 75,3 Punkten. China erlangte den 22. Platz (53,9 Punkte), Russland den 24. Platz (50 Punkte), Südafrika den 36. Platz (24 Punkte) und Indien den letzten mit 8,9 Punkten. Mit seiner 37. Position im Ranking und 22,5 Punkten ist Brasilien als Land mit geringer Wettbewerbsfähigkeit einzustufen. „Beachtliche Zinsen und Zinsspreads beeinträchtigen das Kreditlimit, was sich mit den hohen und steigenden Steuerabgaben negativ auf die Investitionen auswirkt“, so der FIESP. Problematisch seien vor allem Defizite in der Herstellung, welche durch die Kosten Brasiliens und durch das Verhalten des Wechselkurses entstehen.

Trotz allem ist eine Besserung im Vergleich zum Vorjahr 2010 sichtbar. Der Wettbewerbsfähigkeits-Index stieg von 17,4 auf 22,5 Punkte an, was drei Positionen im Ranking ausmache. Vergleichsweise konnten Südkorea um neun und China um acht Positionen aufsteigen. (ds)