Der Generalsekretär der FIFA, Jérôme Valcke / Copyright: Agência Brasil

Der Generalsekretär der FIFA, Jérôme Valcke, auf der gestrigen Pressekonferenz / Copyright: Agência Brasil

Der FIFA-Generalsekretär, Jérôme Valcke, ist erneut zu Gesprächen für die Fussballweltmeisterschaft 2014 nach Brasilien gereist, auch da das „Allgemeine Gesetz für die WM 2014“ (Lei Geral da Copa) noch immer nicht vom brasilianischen Parlament verabschiedet wurde. Der FIFA-Generalsekretär forderte gestern auf einer Pressekonferenz, dass nun möglichst schnell eine Entscheidung zum Gesetz fallen müsse, denn erst danach könne man sich richtig auf die einzelnen Vorbereitungen der Fussball-WM 2014 konzentrieren.

Mit dem Lei Geral da Copa werden unter anderem die Ticketpreise festgelegt. Der Konsum und Verkauf von Alkohol in den Stadien soll ebenso mit diesem Gesetz geregelt werden. Angedacht ist für diesen Donnerstag (19.01.) eine Informationsveranstaltung der FIFA in Rio de Janeiro, auf der die einzelnen Kategorien und Preisunterschiede zwischen den Tickets erklärt werden sollen. Nach der Ansicht von Jérôme Valcke gibt es in Brasilien leider sehr viele Missverständnisse um die Tickets, so dass durch diese Informationsveranstaltung endlich Klarheit gebracht werden soll.

Zur Diskussion stehen allerdings nicht nur die Preise und Katgeorien, sondern auch die Förderung spezieller gesellschaftlicher Gruppen aus Brasilien, damit der Besuch eines Stadions während der Fussballweltmeisterschaft auch für die gesamte Gesellschaft ermöglicht wird. Die Idee der Regierung, beispielsweise für indigene Volksgruppen, spezielle Kartenkontingente mit vergünstigten Tickets zur Verfügung zu stellen, begrüßt die FIFA. Allerdings, so Jérôme Valcke, sei es sehr einfach über Ticketpreise und spezielle Kontingente zu reden, wenn die Distanz zum jeweiligen Spielort das eigentliche Problem darstellt. Der Generalsekretär der FIFA wird in den kommenden Tagen verschiedene Spielstätten besuchen, um sich über den Fortgang der Arbeiten in den Stadien und über den Ausbau der Infrastruktur in den jeweiligen Städten wie Fortaleza und Salvador da Bahia informieren zu lassen. (mas)