Der Generalsekretär des brasilianischen Fußballverbands, Jérôme Valcke, spricht über die geplanten Investitionen der Fifa. / Copyright: Agência Brasil
Der Generalsekretär des brasilianischen Fußballverbands, Jérôme Valcke, spricht über die geplanten Investitionen der Fifa. / Copyright: Agência Brasil

Der Generalsekretär des brasilianischen Fußballverbands, Jérôme Valcke, spricht über die geplanten Investitionen der Fifa. / Copyright: Agência Brasil

Der internationale Fußballverband (Fifa) wird nach eigenen Angaben 100 Millionen US-Dollar in die Entwicklung des brasilianischen Fußballs investieren. Das geht aus einer Mitteilung des Verbands vom Dienstag (20.1) hervor. Die Mittel kommen aus dem WM Legacy Fund der Fußballweltmeisterschaft 2014 und sollen an die 15 Bundesstaaten gehen, in denen keine WM-Spiele stattgefunden haben.

Der größte Teil der Mittel (60 Prozent) soll für Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben werden, ein Drittel soll an Programme zur Unterstützung von Athleten in der Ausbildung gehen sowie an den Frauenfußball. Das erste Projekt, das mit dem Geld finanziert werden konnte, ist ein Trainingszentrum in Belém. Hier wurden vier Fußballfelder eingerichtet. Das Jugendsportzentrum befindet sich in der Nähe des Olympiastadions der Landeshauptstadt.

Die Bundesstaaten Rondônia und Tocantins sollen als nächstes Gelder zur Realisierung von ähnlichen Projekten erhalten. Es wurden beispielsweise bereits Verhandlungen zum Kauf von Grundstücken geführt, um Trainingsorte zu errichten. Zudem sind Projekte zur Sensibilisierung, Vorbeugung von Krankheiten und zur Unterstützung der bedürftigen Gemeinden geplant.

Die Verteilung der Gelder wird vom brasilianischen Fußballverband (CBF) verwaltet. Die Fifa nimmt währenddessen an der Auswahl der Projekte teil und begleitet die Investitionen. „In der Vergangenheit war es möglich, die Mittel ohne die Zustimmung der Fifa zu nutzen. Das ist heute unmöglich geworden. Alle Gelder, die von der Fifa kommen, sind an klare Vorgaben gebunden und werden überwacht, damit sie am Ende an der richtigen Stelle ankommen“, sagt der Generalsekretär des CBF, Jérôme Valcke.

Laut dem Generalsekretär sind die Investitionen Teil einer Vereinbarung mit der Fifa zur lokalen Entwicklung. „Wir arbeiten hart daran, die Zusage einzuhalten auch nach der WM in Brasilien präsent zu bleiben. Wir verschwinden nicht einfach wieder, wie ein Teil der Medien sagt. Das ist falsch. Die Fifa hat sich zur Unterstützung und zur Entwicklung des Fußballs in den Orten, in denen sie ihre Events veranstaltet, verpflichtet.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil