Entwicklungsminister Dirk Niebel / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, C.-J. Dickow

Entwicklungsminister Dirk Niebel / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, C.-J. Dickow

Brasilien werde für die Jahre 2010 und 2011 für die Entwicklung des Landes finanzielle Mittel in der Höhe von 245 Millionen Euro aus Deutschland bekommen. Die beiden Länder vereinbarten diesen Betrag gestern (13.09.) in der Hauptstadt Brasília, in der der Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) zu Gast war.

„Wir verstehen Brasilien schon lange nicht mehr als Entwicklungsland“, so teilte Niebel am Montag (12.09.) in der Außenhandelskammer in São Paulo mit. Brasilien habe sich als ein „globaler Entwicklungspartner“ entpuppt.

Brasilien und Deutschland arbeiten vor allem im Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Tropenwälder zusammen sowie im Bereich der erneuerbaren Energien. Sie betreuen außerdem gemeinsam Projekte in den ärmsten Ländern der Welt.

Ein wesentliches Ziel der Unterstützung Brasiliens sei es, „Kreditlinien zu eröffnen [sowie] Zugänge zu Finanzdienstleistungen“ zu ermöglichen, so Niebel. Hier kooperieren die Länder im Verhältnis eins zu sechs miteinander, das bedeutet, ein Steuer-Euro zu sechs Entwicklungs-Euro. Der sogenannte Steuer-Euro geht an die Entwicklungsbank KfW in Deutschland, die in Brasilien damit finanzielle Marktmittel beschafft. Für die Kredite zahlt Brasilien Zinsen.

Auch in Zukunft möchte sich Deutschland an Projekten wie der Umwelt-Konferenz Rio+20, an der Fußball-WM 2014 sowie an den Olympischen Spielen 2016 finanziell beteiligen. Niebel stellte heraus, dass mit der Förderung die wirtschaftliche Entwicklung des Landes einhergehe. (ds)