Das Gemeindezentrum des Kindes in Antônio Cruz / Copyright: Agência Brasil

Das Gemeindezentrum des Kindes in Antônio Cruz / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Senat genehmigte gestern (14.09.) die Provisorische Maßnahme (Medida Provisória, kurz: MP) 533/2011, die dem Staat ermöglicht, finanzielle Mittel zur Erhaltung von Kinderkrippen und Vorschulen zur Verfügung zu stellen. Die MP sieht vor, 475 Einrichtungen mit 38.000 Kindern in Kinderkrippen sowie 57.000 Kindern in Vorschulen finanziell zu unterstützen. Insgesamt sollen 176,6 Millionen Reais (etwa 75 Milliarden Euro) in das Projekt investiert werden. Die MP muss nun noch von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff genehmigt werden.

Senatoren der Opposition versuchten die Abstimmung für die MP auf die nächste Woche zu verlegen und argumentierten, dass die finanziellen Mittel für die Durchführung dieses Projekts noch gar nicht vorhanden seien.

Die Senatorin Vanessa Grazziotin (der Partei PCdoB) setzte sich für die MP ein und hob hervor, dass das Projekt begünstigen würde, Kindern den Zugang zu Kinderkrippen zu erleichtern. Grazziotin halte diese Maßnahme für extrem wichtig für die Bildung von Kindern zwischen null und drei Jahren. Im Norden Brasiliens hätten nur 6,5 Prozent der Kinder die Möglichkeit, in Kinderkrippen zu gehen.

Der Senator Demóstenes Torres (der Partei DEM) sprach sich ebenso für die Wichtigkeit der Investitionen in diesem Bereich aus. Die Einrichtungen wären schon vorhanden. Man müsse ihnen nur die Möglichkeit geben, auch in Betrieb genommen zu werden. Torres hatte sich schon lange dafür eingesetzt, dass die Vorschulen vom Staat stärker unterstützt werden und weniger Investitionen in andere Bildungseinrichtungen fließen. (ds)