Die Zentralbank Brasiliens misst monatlich das Wirtschaftswachstum / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dornicke
Die Zentralbank Brasiliens führte eine neue Wirtschaftsstudie durch / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dornicke

Die Zentralbank Brasiliens führte eine neue Wirtschaftsstudie durch / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dornicke

Brasilianische Finanzinstitutionen verringerten kürzlich ihre Prognosen für die Inflationsrate dieses und des kommenden Jahres, für 2013 von 5,75 auf 5,74 Prozent, für 2014 von 5,87 auf 5,85 Prozent. Richtwert für die Inflation ist der Verbraucherpreisindex IPCA (Nacional de Preços ao Consumidor Amplo).

Ursache dieser Änderungen ist eine neue Studie der brasilianischen Zentralbank (BC) in Zusammenarbeit mit anderen Finanzinstitutionen, die gemeinsam wirtschaftliche Eckpfeiler untersucht haben. Die Prognosen sind dennoch vom Inflationsziel (4,5 Prozent) entfernt, aber auch vom Inflationslimit (6,5 Prozent). Aufgabe der BC ist es, das Inflationsziel zu erreichen.

Eine der Maßnahmen, die die BC für dieses Ziel anwendet, um wirtschaftliche Aktivitäten und damit auch die Inflation zu beeinflussen, ist die Anpassung des Leitzinses SELIC. Laut Prognosen werde sich der Leitzins am Ende dieses und nächsten Jahres bei 9,25 Prozent pro Jahr ansiedeln. Derzeit befindet sich der SELIC bei 8,5 Prozent.

Auch der Verbraucherindex des Forschungswirtschaftsinstituts IPC-Fipe (Índice de Preços ao Consumidor da Fundação Instituto de Pesquisas Econômicas) soll dieses Jahr bei 4,28 Prozent bleiben, im kommenden Jahr von 5,43 auf 5,37 Prozent sinken. Die Prognosen für den Allgemeinen Preisindex IGP-DI (Índice Geral de Preços – Disponibilidade Interna) wurde von 4,81 auf 4,57 Prozent in 2013 korrigiert und soll 2014 bei 5,50 Prozent stabil bleiben. Für den Allgemeinen Marktpreisindex IGP-M (Índice Geral de Preços de Mercado) sanken die Prognosen von 4,69 auf 4,50 Prozent (2013) und bleiben für 2014 bei 5,50 Prozent konstant. (ds)