Der Finanzminister Guido Mantega ist mit den Versteigerungen des neuen Erdölfeldes zufrieden / Copyright: Agência Brasil
Der Finanzminister Guido Mantega ist mit den Versteigerungen des neuen Erdölfeldes zufrieden / Copyright: Agência Brasil

Der Finanzminister Guido Mantega ist mit den Versteigerungen des neuen Erdölfeldes zufrieden / Copyright: Agência Brasil

Nach den gestrigen Versteigerungen der Förderrechte des neuen und größten Erdölfeldes Campo de Libra in der Pré-Sal-Schicht im Becken von Santos bei Rio de Janeiro zeigt sich die brasilianische Regierung zuversichtlich. Laut Angaben des Finanzministers Guido Mantega hätte der Gewinner der Auktion das Kapital für den Abbau in diesem Erdölfeld sicher. „Die Auktion war ein voller Erfolg. […] Die Gruppe, die die Auktion gewonnen hat, ist gut ausgeglichen, eine Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen hohen Niveaus. Damit können wir das Erdöl in kurzer Zeit abbauen. Das ist genau das, was wir wollen“, so Mantega.

Das internationale Konsortium besteht aus dem brasilianischen Erdölunternehmen PETROBRAS und aus vier Firmen aus Europa und China: Der Gruppe gehören also neben PETROBRAS zwei Shell-Konzerne (Großbritannien und Niederlande) sowie die Unternehmen Total (Frankreich), CNPC und CNOOC (China) an. Voraussetzung für die Versteigerungen war, dass der brasilianische Staat einen Anteil von mindestens 41,65 Prozent am Erdöl erhält. Das Konsortium hatte sich auf dieses Mindestangebot eingelassen und erhielt letztendlich aufgrund geringer Konkurrenz den Zuschlag.

Der Finanzminister bekundete, dass man rund 180 Milliarden US-Dollar in den nächsten 35 Jahren zum Abbau im Erdölfeld investiere. In den ersten zehn Jahren sollen aber die größten Investitionen getätigt werden, da der Einkauf von beispielsweise 12 bis 15 Plattformen nötig sei (eine Milliarde US-Dollar pro Plattform). Diese Investitionen würden die Erdöl- und Erdgasproduktion ankurbeln. Des Weiteren gäbe es 28 Milliarden Reais für die Forschung und Entwicklung von Technik. Hierbei handele es sich um Technik der fünften Generation, bei der Brasilien Marktführer sei.

„Bis 2020 wird das  PETROBRAS vier Milliarden Barrel Erdöl pro Tag produzieren. Damit decken wir nicht nur die interne Nachfrage ab, sondern wir werden auch die Exporte erhöhen können, damit sich unsere Handelsbilanz verbessert“, fügte Mantega hinzu. (ds)