Bildungsminister Renato Janine Ribeiro bedauert, in diesem Jahr voraussichtlich keine neuen Förderverträge ausstellen zu können. / Copyright: Agência Brasil

Das Bildungsministerium (MEC) hat kein Geld mehr, um neue Verträge im Rahmen des Fonds zur Studienfinanzierung (Fies) auszustellen, sagt der Sekretär des Ministeriums Luiz Cláudio Costa. Das Ministerium sei noch nicht über den Gerichtsbeschluss zur Wiedereröffnung der Einschreibungen informiert worden, werde aber Berufung gegen die Entscheidung einlegen, sollte es in diesem Jahr kein Geld für den Fonds geben.

Laut Costa würde eine Eröffnung der Einschreibungen bis zur endgültigen Entscheidung nichts bringen, denn die 2,5 Milliarden Reais, die für den Fonds reserviert worden waren, seien bereits aufgebraucht. So sei es nicht möglich neue Verträge in diesem Halbjahr abzuschließen.

Der Fies registierte 252.442 neue Finanzierungen in privaten Einrichtungen der höheren Bildung, wie die Bilanz des Ministeriums zeigt. Die Frist für neue Verträge lief am 30. April aus und mehr als 500.000 Kandidaten bewarben sich für die Förderung. Bildungsminister Renato Janine Ribeiro kommentierte, dass diese Zahl die Erwartungen von 250.000 Neuverträgen deutlich überstiegen habe.

Die meisten Bewerbungen gingen für die Kurse Ingenieurwesen (46.981), Recht (42.717), Krankenpflege (16.770) und Verwaltung (15.796) ein. Laut Ribeiro könnte die Zahl noch sinken, denn die Studenen müssen eine Förderberechtigung erst noch belegen. Man erwartet dadurch einen signifikanten Rückgang. Dabei haben sich die Voraussetzungen für eine Förderung in diesem Jahr verändert. Neben einer Note im Schreiben über Null müssen die Kandidaten mindestens 450 Punkte im Schnitt aller Prüfungen vorweisen. Vorher gab es diese Mindestpunktzahl nicht. Zudem werden Kurse mit besseren Noten bei der Bewertung durch das Ministerium jetzt mehr Gewicht. (ls)

Quelle: Agência Brasil